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Nastassia Kinski, fotografiert von Richard Avedon

Wie kann eine Fotozeitschrift Jubiläum feiern? Vor dieser Frage standen die Herausgeber des französischen Magazins Photo angesichts der 400. Ausgabe, die im Sommer 2003 erscheinen sollte. Man wollte ein starkes Coverfoto, eines, das die Vergangenheit des Magazins repräsentierte und zugleich in die Zukunft wies. Die Wahl der Vorlage fiel nicht schwer: Für die Nummer 200 hatte der Großmeister der Portrait- und Glamourfotografie, Richard Avedon, die Schaupielerin Nastassia Kinski abgelichtet, als verführerische Eva, mit einer Schlange drapiert. Aber wie könnte man das Bild in die Zukunft bringen?

Es würde alles auf eine Generationenfrage hinauslaufen: Man wusste, Nastassia hatte eine Tochter, Sonja, die schon zuvor für erste Modeaufnahmen vor der Kamera gestanden hatte. Und als Fotograf? Kam eigentlich nur Michel Comte in Frage. Der Schweizer und Wahlamerikaner, der schon früh durch seine Arbeiten für Arena oder Vogue Italia berühmt geworden war, hatte sich Ende der 1990er Jahre während seines Engagements bei der Zeitschrift Vanity Fair mit Avedon, damals Fotoeditor des New Yorker, angefreundet. Und den Einfluss des von ihm bewunderten Meisters auf seine Fotografie hat Comte nie verschwiegen.

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Sonja Kinski, Foto: Michel Comte

Wie es geplant war, kam es dann auch zustande. Comte und Kinski sagten zu, und der Fotograf, dem man alle Freiheiten bei der Intrepretation des Avedon-Bildes gegeben hatte, entschied sich für eine relativ enge Anlehnung an die Vorlage, als respektvolle Verneigung vor dem Meister.

In dem noch immer lesenswerten Interview, das er dem Magazin im Anschluss gab, spricht er über sein persönliches Verhältnis zu Avedon, über dessen Einfluss auf sein Werk, über die Symbolik des Bildes und seine Achtung vor den Tieren.

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Deanna Templeton, deren Fotos vom 04.04. – 10.05.2009 im NRW-Forum ausgestellt werden, hat sich gestern beim Rollerskaten mit ihrer Nichte das Handgelenk gebrochen – wir wünschen von hier aus eine schnelle Heilung!

Deanna Templetons Armbruch, Foto: Ed Templeton

Deanna Templetons Armbruch, Foto: Ed Templeton

Deanna Templetons Armbruch, Foto: Ed Templeton

Deanna Templetons Armbruch, Foto: Ed Templeton

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Dass Mode und Essen eine perfekte Symbiose eingehen können, zeigten wir im September letzten Jahres mit der Ausstellung “Fashion Food”. Darin präsentierten wir Helge Kirchbergers Fotografien von den essbaren Modedesigns des Sterne-Kochs Roland Trettl. Die Inspiration kann natürlich auch in entgegengesetzter Richtung verlaufen, etwa wenn Designer Essbares in Strick nachbilden:

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Via what’s wrong with the zoo.

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Vor dem Adbusting

Vor dem Adbusting

In Zeiten knapper Kulturbudgets gehen auch Museen zunehmend dazu über, mit ausgefallenen Werbeaktionen auf sich aufmerksam zu machen. Eine Institution, die recht früh die Scheu vor modernem Marketing ablegte, ist das Museum of Modern Art in New York. Dessen Museumsshop gilt als eines der verkaufsstärksten Ladengeschäfte überhaupt. Um die eigene Sammlung auch außerhalb von Downtown zu bewerben, gingen die Marketingstrategen des Museums kürzlich buchstäblich in den Untergrund. Für eine nicht bekanntgegebene Summe kauften sie die Bespielungsrechte für eine gesamte U-Bahn-Station. In den Hallen und Gängen der Haltestelle AtlanticPacific in Brooklyn ließen sie großformatige Reproduktionen ihrer berühmtesten Sammlungsstücke plakatieren, darunter Warhols Marilyn Monroe sowie Bilder von Picasso, Lichtenstein, Pollock oder Mondrian.

Diese Präsenz der ikonografischen Bilder erregte aber nicht nur die erwünschte Aufmerksamkeit bei Medien und potenziellen Museumsgängern, sondern rief sogleich auch das Kollektiv des Streetart-Künstlers Posterboy auf den Plan, das durch seine Adbustings in New Yorker U-Bahn-Stationen einige Berühmtheit erlangt hat. weiter »

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(c) Kram/Weisshaar

© Kram/Weisshaar

Dieser Club ist einzigartig, obwohl hier alles doppelt ist: zwei Restaurants, zwei Bars, zwei Tanzflächen. Aber die eine Hälfte ist kongolesisch, die andere westlich, und wo die Hälften aufeinandertreffen, beginnt ein vielschichtiges Spiel, das manche Kunst nennen und andere Entertainment.

Der Double Club ist das jüngste Projekt des deutschen Künstlers Carsten Höller, der mit seinen Arbeiten immer wieder dazu anregt, die gewohnten Formen des eigenen Wahrnehmens zu hinterfragen. In einem Lagerhaus im Londoner Stadtteil Islington installierte er im November letzten Jahres einen Pop-up-Club, in dem er für sechs Monate (drei davon sind nun vergangen) die afrikanische Kultur der westlichen gegenüberstellt. Und zwar so, dass beide einander durchdringen, ohne sich zu vermischen. weiter »

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Der französische Streetart-Künstler ZEVS besitzt nun eine eigene Website im Google-Look. Das Logo des Webdienstleisters wurde selbstverständlich “liquidiert”.

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via rebelart.net

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Leere Swimmingpools standen am Anfang der Skateboardkultur. Die Z-Boys aus Dogtown, einem Stadtviertel von Venice Beach, legten in den 1970-ern mit ihrem Pool Riding die Grundlage für das Fahren in der Halfpipe und prägten damit lange Zeit das Gesicht des Rollbrettsports. Im Zuge der US-amerikanischen Immobilienkrise haben die Fahrer nun wieder vemehrt Gelegenheit, zu den Wurzeln ihres Sports zurückzukehren, wie dieser Clip über Poolrider aus Fresno belegt.

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via placeskateboarding.de

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Sir Norman Fosters Hearst building echoed in a spring 2009 look from Gareth Pugh.

Norman Fosters Hearst Building, widergespiegelt in Gareth Pughs Frühjahrskollektion '09.

Mode, auch die teure, entsteht in Auseinandersetzung mit der Alltagswelt. Das hat zuletzt eine Ausstellung über das Verhältnis von Arbeitskleidern und Haute Couture gezeigt. Aber auch so etwas vergleichsweise Sperriges wie Architektur hat einen Einfluss auf Modeentwürfe, wie nun in einem kleinen Dossier nachzulesen ist, das Amy Thomas auf dem Lifestyle-Blog der New York Times gepostet hat. Im vergangenen Jahr behandelte die Londoner Ausstellung “Skin + Bones: Parallel Practices in Fashion and Architecture” dieses Thema ausgiebig. Beteiligt war dort auch der avantgardistische Modemacher Hussein Chalayan, für den moderne Architektur eine von vielen Inspirationsquellen ist.

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Foto Robert Capa (c) Cornell Capa / Magnum Photos

Foto Robert Capa © Cornell Capa / Magnum Photos

Es ist der 5. September im Jahr 1936. Ein namenloser Soldat der spanischen Republikaner rennt in vollem Lauf über ein Stoppelfeld, dem Feind entgegen. An seiner Seite der junge Kriegsfotograf Robert Capa, der unentwegt Fotos schießt. In dem Moment, als er wieder auf den Auslöser drückt, pfeift eine Kugel heran und trifft den Soldaten am Kopf. Das wohl bekannteste Kriegsfoto der Welt ist im Kasten und macht Capa berühmt. Oder war alles doch ganz anders? weiter »

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Das Innere der Buurkerk in Uetrecht (Detail), 1644, Pieter Saenredam

Das Prinzip, Museumssammlungen durch eingeschmuggelte Bilder zu infiltrieren, kennen wir vom britischen Popstar der Streetart, Banksy. Ungefragt hängte der in den vergangenen Jahren immer wieder eigene Arbeiten an Orten auf wie der Tate Modern, dem New Yorker Museum of Modern Art oder dem Louvre und mischte damit das Ehrwürdige des Kunstkanons mit dem Profanen der Streetart.

Auf ein sehr viel älteres – und etwas verzwickteres – Beispiel eines solchen Transfers wies jüngst Jonathan Jones, Kunstkritiker des Guardian, in seinem Blog hin. Bei einem Rundgang durch die National Gallery fiel ihm eine Wandzeichnung auf. Die allerdings befand sich auf einem Gemälde des holländischen Meisters Pieter Saenredam aus dem Jahr 1644. Das Graffiti verweist auf eine Volkssage der damaligen Zeit und prangt mitten auf einer Innenwand der im Gemälde dargestellten Uetrechter Buurkerk. Jones vermutet, dass es das Graffiti tatsächlich gegeben hat. Womöglich nahm es der Meister in sein Bild auf, da er Gefallen fand an diesem Nebeneinander von ehrwürdiger Kirchenarchitektur und weltlicher Spontankunst. Das Bild Saenredams hängt seit über hundert Jahren in der National Gallery, doch kaum jemandem wird die Vorliebe des Malers für Graffiti aufgefallen sein.

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