Die Verbindung zwischen Zuckerkonsum und Wirtschaftskrise ist bislang nur wenig beleuchtet worden. Dabei scheint der Hunger auf Süßes in flauen Zeiten besonders groß zu sein. Das jedenfalls legt der Artikel von Tobias Rüther in der FAZ von heute nahe: Sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantik wachsen die Umsätze der Schokolade-Produzenten demnach kräftig. Je unglücklicher man ist, desto süßer sind offenbar die Zeiten. Nun, da auch die Luxusgüterindustrie nicht mehr vor der Krise gefeit ist, kommen Bilder wie die vom Werbefotografen Massimo Gammakura also gerade recht: Modelabel-Lollies spenden Trost.

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Via mobliving

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speedo_swinsuit_woman_2Der Bademodenhersteller Speedo setzt in seiner neuen Kollektion, entworfen vom Modelabel Comme des Garcons, auf die Dynamik des Markensymbols. Ob man mit schnittigem Logomuster auch schneller schwimmt?

“The vibrant colours and bold graphics used in this season’s collection create a sense of dynamism and energy which we hope will inspire the swimmer. Together with Speedo, we are always looking to push the boundaries of performance, design and fashion.” commented Adrian Joffe of Comme des Garcons.

Via notcot.org

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© Jay One (Frankreich)

Graffiti im Museum? Die Frage scheint obsolet, denn Kunst von der Straße wird mittlerweile regelmäßig in Galerien präsentiert, und auch Museen widmen ihr immer häufiger eigene Ausstellungen. So sind kürzlich in Wuppertal Werke von einigen der bekanntesten Streetart-Künstler zu sehen gewesen, darunter STOHEAD aus Berlin oder ZEVS aus Paris, der im vergangenen Jahr auch schon im NRW-Forum beim „Liqudieren“ eines Logos zu sehen war.

Dass die Frage dennoch Sprengstoff birgt, zeigt sich derzeit in Frankreich. Der Grand Palais in Paris beherbergt noch bis zum 26. April die Arbeiten von 300 Graffitikünstlern aus aller Welt. In der Öffentlichkeit macht sich Entrüstung breit. Wie kann es sein, fragen einige, dass der Staat einerseits Sprayer im öffentlichen Raum mit rigoroser Härte verfolgt, ihnen aber dann in der viktorianischen Ausstellungshalle ein Podium bietet und dafür öffentliche Gelder einsetzt. Öl ins Feuer gießt zudem der Geschäftsführer des angesagten Kunstmuseums Palais du Tokio, indem er polemisiert, 99 Prozent aller Graffitis stammten von Dummköpfen.

Dagegen verwehrt sich der Architekt und Graffitisammer Alain-Dominique Gallizia, der die Ausstellung kuratiert hat. Nur die Protagonisten der internationalen Sprayer-Szene hat er eingeladen, eine Arbeit zum Thema Liebe neben ihrem Tag, dem Namenszug als Ursprungsmotiv des Graffiti, im Grand Palais auszustellen.

Damit ist freilich noch nichts über die künstlerische Qualität gesagt. Die muss man wohl selbst einschätzen, wie es bemerkenswert viele Besucher dieser Tage in der Ausstellung tun. Der Sprayer Shuck von den französischen Antillen, berührt allerdings einen wichtigen Punkt in der Diskussion, wenn er sagt, er sei glücklich, mit dieser Ausstellung aus „Illegalität und Marginalisierung“ heraus in die Legalität zu treten. Für ihn widersprechen sich kritische Haltung und öffentliche Anerkennung nicht. Während einige der von Gallizia eingeladenen Sprayer absagten, weil sie weiterhin in der Anonymität arbeiten wollten, bereitet er sich damit auf den Schritt in den Kunstmarkt vor.

Allerdings bleibt offen, ob es neben der ästhetischen nicht auch die subversive Qualität, der Schwebezustand zwischen Illegalität und Legalität ist, der die Graffitikunst als kulturelles Phänomen auch für den Kunstmarkt so interessant macht. Wie es ein Lichtgraffiti-Künstler in einer Arte-Dokumentation ausdrückte: “Ohne den Ruch des Illegalen wäre das, was wir hier machen, nur eine Lichtshow wie jede andere.”

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Der amerikanische Regisseur Spike Jonze (Being John Malcovich) bleibt seinen Wurzeln in der Skateboardszene treu. In dem Video für “Heaven” von der britischen Trip-Hop-Band UNKLE lässt er Skater über explodierende Treppen und durch Wände springen. Die Zeitlupenbilder harmonieren fantastisch mit den sphärischen Klängen des Songs. Das Bildmaterial stammt aus dem Skatefilm “Fully Flared”, den Jonze für das Schuhlabel Lakai drehte, und wurde für das Musikvideo neu zusammengeschnitten.


Heaven (Fully Flared Intro Video Remix)
by UNKLE_UK

Die Musikvideos, die Jonze für Beastie Boys, Daft Punk, Chemical Brothers, Fat Boy Slim oder Björk drehte, sind Bestandteil der Mediathek des NRW-Forum.

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Mario Testino

Vom 24. bis zum 25. April treffen sich in Berlin Werber und Kreative zum diesjährigen ADC-Kongress, dem “Gipfel der Kreativität 2009″. Mit dabei ist Fashion-Fotograf Mario Testino. Im Gespräch mit Donald Schneider, dem Art Director des Stern, wird er Einblick geben in das Geheimnis seiner Kreativität.

Sa. 24.04. 18-19 Uhr
Mario Testino – Donald Schneider
Weitere Infos gibt es hier.

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Model-Morphose

24.03. 2009
Kategorie: Fashion, Fotografie

Fotos: Greg Kessler

Fotos: Greg Kessler

Eine kleine technische Spielerei auf dem Lifestyle-Blog der New York Times: Das Schiebebild zeigt Model Hanne Gaby Odiele vor und nach dem Styling.

Via designcenter.ru

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Vivienne Westwood, fotografiert von Rankin

Vivienne Westwood, fotografiert von Rankin

Der Modefotograf Rankin scheint es mit der Zahl 1000 zu haben. Zum Abschied vom guten alten Polaroid-Film fertigte er für eine Whiskey-Brennerei 1000 Sofortbilder auf dem Firmengut an (hier unser Bericht). Nun sucht er zusammen mit der Modezeitschrift Dazed & Confused dieselbe Anzahl stilbewusster Britinnen und Briten, um sie für “Rankin Live!”, seine erste große Werkschau in Großbritannien, zu porträtieren. Das Besondere: Das Shooting findet während der Ausstellung statt. Projektoren blähen die Bilder auf über Lebensgröße auf, dann werden sie gedruckt und in Rekordzeit an die Galeriewände gehängt. Dabei gilt das Rotationsprinzip; jeder glückliche Gewinner bekommt so einen Platz neben Rankins ikonischen Starporträts von Kate Moss, Vivienne Westwood oder der Königin von England. (Die Ausschreibung gibt es hier.)

Wie es sich anfühlt, für das Projekt des Fotografen Modell zu stehen, hat der Journalist James Anthony für den Guardian ausprobiert. Hier ein Ausschnitt aus seinem Bericht:

I am nervous – to put it mildly – but Rankin is remarkably adept at putting me at ease. His sense of humour is, by all accounts, as quick as his eye for a good shot.

Rankin’s approach seems to be to shoot a flurry of pictures, view the results, get back behind the camera and shoot more. Naively assuming that my shoot would be over in a few clicks, I would have been happy to slink off after the first batch of shots – but he ends four or five of these viewing breaks with an excited “Let’s shoot a few more!”.

My moment in the spotlight is over, but Rankin doesn’t stop, and though I sit in until the end of the day’s shoot, is never off his feet. It’s rather heartwarming to see he doesn’t appear to care about the status of his subject: whether it’s is the Queen, Madonna, Tony Blair or a series of slightly bewildered journalists, you suspect he’d approach photographing them the same way.

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Eine der seltenen Fernseh-Dokumentationen, die den Fashion-Fotografen bei der Arbeit zeigt. Sehr sehenswert.

Via edZstudios.

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Für unsere Ausstellung Catwalks zeichneten während der Paris Fashion Week acht Kameras die spektakuläre Modenschau von John Galliano auf (wir berichteten). Ein Team von Center TV begleitete Ausstellungsmacher Werner Lippert nach Paris und filmte ihn zusammen mit Alexandre de Betag, dem Star der Catwalkregisseure, bei den Vorbereitungen. Das Video gibt es hier.


Copyright: center.tv 2009.

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Kossaibati: "Talk about diversity! This punk muslimah is from Helsinki, Finland. Would you try this look out?"

Modeblogs sind mittlerweile eine feste Größe, wenn es darum geht, Trends aufzuspüren und den neuesten Style zu diskutieren. Fernab der großen Magazine tragen sie so zur Meinungsbildung in Modedingen bei. Auch junge Musliminnen nutzen zunehmend diese Möglichkeit und sehen das Modebloggen als Ausdruck eines neuen Selbstbewusstseins.

Der Blog “hijabstyle” von Jana Kossaibati ist dafür ein gutes Beispiel. Seit gut eineinhalb Jahren stellt die junge Medizinstudentin aus London auf ihrem Blog Entwürfe muslimischer Designerinnen vor, spürt dem Streetstyle modebewusster Musliminnen nach, gibt Kaufempfehlungen und diskutiert die verschiedenen Arten, einen Hidschab zu tragen.

Aber Jana Kossaibati richtet sich mit ihrem Blog nicht nur an Frauen, die das Kopftuch ohnehin schon tragen. In einem Kommentar erkundigt sich zum Beispiel eine nichtmuslimische Leserin zaghaft nach der Kleiderordnung in den Golfstaaten. Sie habe vor, nach Saudi Arabien zu reisen, und um sich auf den Aufenthalt dort vorzubereiten, wolle sie sich über den Gebrauch von Kopftuch und Abaya, dem traditionellen knöchellangen Übergewand, informieren, vor allem über Regeln, die man beim Tragen beachten muss. Kossaibati antwortet mit einem Artikel zu dem Thema, und zwischen beiden entsteht ein Gespräch, in dem kulturelle Gräben keine Rolle spielen, nur Neugier auf das jeweils andere.

Manche Leserinnen stoßen auf Kossaibatis Blog, weil sie konvertieren wollen und sich nun die Frage stellen, ob sie als Muslima auf modischen Chic verzichten müssen. Derartige Bedenken kann Kossaibati mit ihrer Sammlung an farbenfrohen und raffiniert geschnittenen Kombinationen spielend ausräumen und bekommt dafür viel Lob von den Hilfe suchenden Frauen. So kommt es, dass aus dem Modeblog für gläubige Musliminnen für Augenblicke mal ein Forum des interkulturellen Austauschs wird, mal ein Ort für konkrete Lebenshilfe.

Wenn derzeit auch viel über die kommerzielle Nutzung solcher Special-Interst-Blogs gesprochen wird – die Zahl der Werbebanner auf Kossaibatis Seite ist beachtlich –, zeigt sich an diesen Beispielen doch besonders, dass ein gemeinsames Interesse an der Mode auch Kulturen zusammenführen kann. Profitieren wird davon neben der Werbeindustrie vor allem die Gesellschaft.

Mehr zum Einfluss der Modeblogs auf die Modewelt und die Rolle muslimischer Bloggerinnen bietet ein Artikel von Dalika Krahe auf Spiegel Online.

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