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Michelle Obama auf dem Cover der amerikanischen Vogue. Das Kleid ist von Jason Wu. Foto Annie Leibowitz

Wer sich in den letzten Wochen auf den einschlägigen Modeblogs umsah, kam um Namen wie Jason Wu, Isabel Toledo oder Narciso Rodriguez kaum herum. Allesamt junge amerikanische Designer, mit deren Stoffkreationen Michelle Obama bei den Auftritten an der Seite ihres Gatten, dem neuen amerikanischen Präsidenten Barak Obama, einiges an Aufmerksamkeit erhielt. Gemeinsam haben diese Modemacher neben ihrer ausgewiesenen Kreativität den Migrationshintergrund. Jason Wu zum Beispiel, Schöpfer des weißen Kleides, das Michelle Obama auf dem Ball zur Amtseinführung ihres Mannes trug, ist taiwanesischer Herkunft. Narciso Rodriguez, der ihr vieldiskutiertes rot-schwarzes Kleid für die Wahlnacht entwarf, stammt von kubanischen Immigranten. Ebenso wie Isabel Toledo, die als Kind mit ihren Eltern aus Kuba in die Vereinigten Staaten kam. Das gelbe Ensemble, das die neue First Lady für die Vereidigung des Präsidenten trug, stammt von ihr.

Wie Miriam Stein in einem informativen Artikel für die Onlineausgabe von Der Freitag schreibt, setzt die neue Präsidentengattin mit der Wahl ihrer Modedesigner ganz bewusst Signale für eine Öffnung der Branche gegenüber anderen Ethnien. Stein bringt dies in Zusammenhang mit einer Tendez in der Modebranche, nach dem Ende der Ära charismatischer, aber teurer Supermodels wie Naomi Campbell immer öfter ausschließlich weißhäutige Models auf dem Laufsteg zu zeigen. Nun hat es Michelle Obama auf die Titelseite der amerikanischen Vogue geschafft. Mit ihrem Aufstieg zur Mode-Ikone kann der Journalistin Stein zufolge auch die Fashionwelt auf den frischen Wind des Wechsels hoffen.

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