Gespiegelte Stühle von Kai Linke – Ist das Design?
Bei Stühlen sollte es eigentlich keine Frage sein, ob sie Design sind oder Kunst. Stühle sind so etwas wie der Inbegriff des Funktionalen. Entweder man kann darauf sitzen, dann sind sie brauchbar und zählen nach landläufiger Meinung zum Design. Oder man kann es nicht, dann sind sie noch lange keine Kunst, aber auf keinen Fall Design. Was aber, wenn ein Designer mit Diplom Stühle kreiert, auf denen man beim besten Willen nicht sitzen kann? Der Offenbacher Kai Linke ist so einer. In seiner neuesten Serie bringt er unsere guten alten Gartenstühle aus Plastik in verstörende Formen, indem er sie an verschiedenen Achsen spiegelt und die Hälften neu zusammenfügt. Die Ergebnisse sind erfrischend ambivalent, der Gartenstuhl, der eigentlich nichts anderes kann, als uns zum Sitzen zu dienen, verweigert sich dieser Funktion. Und besitzt dabei etwas rätselhaft Filigranes, dass ihn als Skulptur begehrenswert werden lässt. Linke steht noch am Anfang seiner Karriere, aber die Fragen, die er stellt, haben schon Gewicht.
Weitere Fotos nach dem Sprung:
Via dezeen.com
Tags: Design Art, Designkunst, Kai Linke, Kunst und Design, Mirror Chair, U.F.O.
Kommentare (2)
2 Kommentare zu “Gespiegelte Stühle von Kai Linke – Ist das Design?”





so sweet!
yeah, quite impressive indeed.