
Iceberg, 2003, MDF lackiert, 208 x 268 x 200 cm, Edition von 6. Courtesy Sammlg. Anke Bornemann/Harald Seick, Designer's Gallery/Gabrielle Ammann, Köln
Zaha Hadid war die erste Frau, der die Ehre zuteil wurde, den Prizker-Preis, die höchste Auszeichnung in der Architektur, verliehen zu bekommen. Dabei gehört die 1950 in Bagdad geborene britische Architektin gar nicht zu den »Vielbauern« der Zunft. Aber Hadid ist ohne Zweifel eine der einflussreichsten Architekten unserer Zeit. All ihre Entwürfe – Gebäude, Möbel, Interiors, Gebrauchsgegenstände – zeichnen sich durch eine radikale Konsequenz aus. Geprägt durch ihr Studium an der Londoner Architectural Association (mit Lehrern und Kommilitonen wie Koolhaas, Libeskind, Alsop oder Tschumi) und von ihren Vorbildern, den russischen Suprematisten und Konstruktivisten Malewitsch und El Lissitzky, entwickelte sie eine starke eigene Handschrift – eine neo-modernistische Architektur mit multiplen Perspektiven und fragmentierter Geometrie. Wände, Decken, oben, unten, rechte Winkel: alles scheint bei ihr in Frage gestellt und zu einem, wie sie selbst sagt, »neuen Fluid, einer neuen Räumlichkeit« verschmolzen zu werden.
Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:
U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009
Tags: Design, Kunst und Design, U.F.O., Zaha Hadid
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