
One and Three Chairs, 1965, Stuhl und zwei Fotovergrößerungen, Maße variabel. Courtesy Sammlung Paul Maenz, Berlin
Joseph Kosuth gilt als Vater der Konzeptkunst. Mit seiner Arbeit »One and Three Chairs« von 1965 wird zum ersten Mal ein Gegenstand in seinen verschiedenen Erscheinungsformen untersucht – als wirkliches Sitzmöbel, als Foto desselben und als Eintrag in einem Wörterbuch. Der Zuschauer ist gefordert, das Objekt für sich zu definieren und die Bedeutung von Sprache zu erkennen. Kosuth, 1945 in Toledo (Ohio) geboren, gilt als strenger Analytiker, der das Verhältnis zwischen Begriff und Wirklichkeit immer wieder neu ausgeleuchtet hat. Geprägt von den philosophischen Schriften Wittgensteins oder Textpassagen Freuds, Becketts oder Foucaults hat Kosuth Bilder für die Sprache gefunden und damit Denkprozesse visualisiert. Sein Einfluss – auch auf nachfolgende Generationen – ist immens. (Text: Ingolf Kern)
Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:
U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009
Tags: Josph Kosuth, Konzeptkunst, Kunst und Design, U.F.O.
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