Prince, Richard

07.06. 2009
Kategorie: Künstlerlexikon
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Installationsansicht der Ausstellung RICHARD PRINCE, 23. Oktober–29. November 2008 in der Galerie Patrick Seguin, Paris. Courtesy Gagosian Gallery, New York

Richard Prince (geboren 1949) ist der Vater der »Appropriation Art«. Die Idee, vorgefundenes Bildmaterial in neue Kontexte einzubetten, kam ihm während seines Jobs bei »Time-Life« in New York, wo er gedruckte Beiträge archivierte. Dabei sammelte er die Werbeseiten, fotografierte sie ab – und etablierte eine Methode, die für seine und die nachfolgende Künstlergeneration von wesentlicher Bedeutung war: Die Kunst des Sich-Aneignens – »Appropriation Art«. Die Wurzeln hierfür liegen im Beginn des 20. Jahrhunderts, als Marcel Duchamp das »Ready-made« erfand. Prince geht es allerdings um mehr als die Frage nach Originalität: Mit seinen Reproduktionen – Cowboys aus der Marlboro-Reklame, Autogrammkarten von Hollywood-Sternchen, auf Leinwand gebannte Thekenwitze – nimmt er die Oberflächlichkeit des amerikanischen Traums, den Stumpfsinn des Durchschnittskonsumenten und die Fragwürdigkeit des Freiheitsmythos’ ins Visier. Seine Möbelentwürfe rekurrieren auf seine eigene Sammlung von Büchern und Heftchen und auf seine jüngsten Bild-Motive: Krankenschwestern. (Text: Ingolf Kern)

Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:

U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

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