Wanted: Mapplethorpe-Fotos aus Düsseldorf
Auch wenn bereits gestern schon einige Medien vorgeprescht sind: Zur Zeit läuft im NRW-Forum ein Pressegespräch, mit dem wir eine große öffentliche Fahndungsaktion starten wollen.
Worum geht es?
Bei den Vorbereitungen zur Retrospektive von Robert Mapplethorpe im NRW-Forum tauchte das Gerücht auf, es gäbe einen Film, der zeige, wie Mapplethorpe in Düsseldorf fotografiere. Nach einiger Recherche fand sich der Film in den Archiven des WDR. Er zeigt den heute weltberühmten Fotrografen in einem kleinen Studio bei Shootings. Das Video stammt von 1983, Autor war Heiner Hepper.
Das Mapplethorpe-Event in der Galerie PHOTOGRAPHIE fand im Jahre 1983 statt, in den Galerieräumen in der Markgrafen Straße 3 in Düsseldorf Oberkassel. Dort hatte der Galerist Volker Wachs eine Robert Mapplethorpe-Ausstellung organisiert, die vom 14. April bis zum 30. Mai 1983 zu sehen war.
Für Robert Mapplethorpe wurde ein kleines Studio eingerichtet. Dort portraitierte er – dabei assistierten ihm Rudolf Hillebrand und Rainer Kaltenbach. Am 15.4.1983 flog Robert Mapplethorpe dann von Düsseldorf nach München in Begleitung von Lisa Lyon und seinem Verleger Lothar Schirmer, der gerade das Lisa Lyon-Buch verlegt hatte.
Wen Mapplethorpe alles portraitiert hat … das wissen wir nicht. Es soll ein Portraitfoto von Baronin von Oppenheim geben. Es steht fest, dass eine Reihe von Interessenten die hohen Kosten von 5.000 Mark pro Bild scheuten, und es ist bekannt, dass Mapplethorpe sehr daran interessiert war, Joseph Beuys und die Kraftwerk-Musiker zu portraitieren – aber dazu kam es nicht.
“Ich habe auf sein kehliges Flüstern mal die Blitze ein wenig nach links mal nach rechts geschoben und ihm den Joint zur Hasselbladt gebracht. Er konzentrierte den Blick in den Lichtschacht, ließ den Joint im Mundwinkel und drückte kommentarlos auf den Auslöser”, erinnert sich Reiner Kaltenbach, der Mapplethorpe 1983 assistierte. Ein wichtiger Grund für Robert Mapplethorpe nach Düsseldorf zu kommen, ein persönlicher Wunsch war, “das hat er mir bei unserem ersten Telefonat von New York aus bereits dargestellt, dass er die Band Kraftwerk portraitieren wollte, ” erinnert sich Kaltenbach weiter. “Die war damals 1983 in den USA on the Top. Zwei Wochen habe ich es versucht. Die Plattenfirma und die Band waren begeistert, nur Florian Schneider Esleben nicht”. So kam das Foto nicht zustande.
Udo Kier jedenfalls ist von Robert Mapplethorpe in Düsseldorf fotografiert worden und erinnerte sich auch später noch sehr klar an den Fototermin und war absolut begeistert. Sein Portrait hängt in der Retrospektive von Robert Mapplethorpe im NRW-Forum.
Udo Kier – und wer hat sich sonst noch von Mapplethorpe in Düsseldorf fotografieren lassen?
Gestern mit Udo Kier telefoniert – er ließ sich 1983 von Robert Mapplethorpe in Düsseldorf fotografieren und erinnerte sich noch sehr klar an den Fototermin und war absolut begeistert. Sein Portrait hängt in der Retrospektive von Robert Mapplethorpe im NRW-Forum.
Udo Kier erinnert sich noch heute gut an diesen Tag (am Telefon aus Palm Springs). Die Stern-Journalistin Hilke Rosenboom sollte Mapplethorpe interviewen; Rosenboom, Kier und Mapplethorpe gingen zusammen zum Lunch; danach fragte Mapplethorpe Kier, ob er ihn portraitieren dürfe. So entstand ein Portrait, in dem Udo Kier hinter einen Stuhl aus der Galerie stehend zu sehen ist. Udo Kier holte seinen signierten Abzug einige Zeit später in Mapplethorpes Studio in New York ab. Udo Kier hat in seiner internationalen Karriere in über 160 Kinofilmen mitgespielt. Er ist einer der wenigen deutschen Schauspieler, die es via Hollywood zu Weltruhm brachten. Er spielte zum Beispiel an der Seite von Nicole Kidman, Keanu Reeves, River Phoenix, Dolph Lundgren, John Malkovich und Arnold Schwarzenegger. Bereits 1973 brachte er es in Andy Warhols Filmen Frankenstein und Dracula zu einiger Berühmtheit als „Underground“-Star. Als dekadenter Flaneur trat er in zwei Popvideos und dem Skandalbuch SEX der Sängerin Madonna auf. Heute lebt er in Los Angeles, Palm Springs und in Thüringen. Foto: Robert Mapplethorpe: Udo Kier, 1983 (c) The Robert Mapplethorpe Foundation – used by permissionPosted via email from NRW-Forum Düsseldorf
Das NRW-Forum ist ja immer auf der Suche nach Konvergenz, nach dem Zusammenwachsen von Mode und Fotografie, Architektur und Medien, Kunst und Design … hier ein schönes Beispiel für die Liason von Mode Mode und Ballett.
Auch der WDR sucht schon nach den vergessenen Mapplethorpe-Fotos aus Düsseldorf
Geheimes Shooting: Ein bislang unbekanntes Gastspiel Robert Mapplethorpes in Düsseldorf
Der 1946 geborene und 1989 verstorbene Robert Mapplethorpe dominierte die Fotoszene des ausgehenden 20. Jahrhunderts, öffnete den Weg zur Anerkennung der Fotografie als Kunstform und verankerte das homosexuelle Sujet in der Massenkultur. Eine groß angelegte Retrospektive seines Werkes ist zur Zeit im Düsseldorfer NRW-Forum zu sehen, bei deren Vorbereitung das Gerücht auftauchte, es gäbe einen Film, der zeige, wie Robert Mapplethorpe in Düsseldorf fotografiere. Das Video aus dem Jahr 1983 fand sich jetzt im WDR-Archiv. Es belegt ein bislang unbekanntes Düsseldorfer Foto-Shooting, aus dem unter anderem auch das Porträt von Udo Kier in der aktuellen Ausstellung des NRW-Forums stammt. Wo aber sind die anderen Aufnahmen? Wer ist darauf zu sehen und was hat Mapplethorpe überhaupt nach Düsseldorf geführt?
Ein Gespräch mit Werner Lippert vom NRW-Forum Düsseldorf
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unter der Schirmherrschaft der Wirtschaftsministerin Christa Thoben ein
Kongress zum Thema CREATIVE.HEIMAT statt, der untersucht, unter welchen
Bedingungen sich kreative Cluster entwickeln können. Dazu referieren internationale Experten wie Christine de Baan vom DutchDFA,
Amsterdam/ Holm Friebe von Zentrale Intelligenz Agenut, Berlin/ Guido
Heffels, Creative Director and CEO of Heimat Berlin/ Michael Schindhelm,
Cultural Advisor to International Organizations, Ponte Cremenga/ Christoph
Twickel, “Not In Our Name, Marke Hamburg!”/ Lukas Hegemann, ³Freiräume für
Bewegung², Düsseldorf/ und viele andere. Das Symposium findet ganztägig im NRW-Forum statt. Konferenzsprache ist
Englisch. Es gibt nur eine begrenzte Zahl von Zuhörern und wir verlosen hier
exklusiv 5 Eintritts-Karten. Bitte melden Sie sich nur, wenn Sie auch
wirklich kommen wollen. Die ersten 5 Anmelder erhalten eine Karte. Bitte
Name und e-mail-Adresse nicht vergessen!
Nicht nur für Mods, glams, punks, ska, psycho-hillbillies, grebos, Goths, industrialists, nu-metal, hardcore, straight-edge, grunge, Britpop – Fans
Doc Martens wird 50 und hat aus diesem Anlaß 10 Kult-Songs covern lassen, berichtet T-Magazine Blog. Die Songs und Clips von Human League, Buzzcocks, Pogues, Cold War Kid, etc sind ab Donnerstag auf drmartens.com zu sehen. Hier eine preview.
Unser kleiner Kreativwettbewerb ist zu Ende, die Sieger stehen fest. Bei der Durchführung haben wir einiges gelernt, was wir anderen Veranstaltern solcher Wettbewerbe nicht vorenthalten wollen.
Da es fast auschließlich um Fotos ging, haben wir uns zum Sammeln der Beiträge für die Einrichtung einer Gruppe auf Flickr entschieden, weil diese Plattform durch ihre Verbreitung am komfortabelsten ist und die beste Bildqualität bietet. Allerdings – so zeigte sich schnell – verfügen nicht alle potenziellen Teilnehmer über einen Account dort oder wollen einen anlegen. Dazu kam in unserem Fall die Problematik „nicht jugendfreier Bilder“ – denn es ist von den Einstellungen der Gruppe und von denen des individuellen Accounts abhängig, welche Fotos zu sehen sind. Bei nicht angemeldeten Besuchern der Flickr-Gruppe zeigt der Filter auch nur einen Teil der Wettbewerbsbeiträge. Trotzdem ist Flickr nach unserer Erfahrung die optimale Plattform zum Sammeln der Wettbewerbsfotos. Allerdings verfügt sie über kein Abstimmungstool.
Deshalb haben wir uns für das Voting auf Facebook entschieden. Denn dort existiert mit dem „Gefällt mir“-Button ein einfach zu bedienendes Abstimmungwerkzeug. Dieses stellt zudem sicher, dass jede/r Teilnehmer/in nur ein einziges Mal abstimmt. Bei allen anderen Varianten – zum Beispiel einem Voting in unserem Weblog oder auf der Website – hätten wir sehr aufwendig mit einer Kontrolle der IP-Adresse evtl. Manipulationsversuche verhindern müssen.
Was wir allerdings unterschätzt haben: Ein Fotoalbum auf Facebook hat nur Platz für 200 Bilder, so dass wir bei 258 teilnehmenden Fotos zwei Alben einrichten mussten – was etwas unbequem ist. Dazu kam der Hinweis von einigen Wettbewerbsteilnehmern auf die rigide Auslegung der Jugendschutzvorschriften durch Facebook, die unter Umständen zu einer sofortigen und unwiderruflichen Sperrung des Accounts und der Fanseite führen kann. Auf Grund der „Harmlosigkeit“ der eingereichten Fotos und nach dem Lesen der Geschäftsbedingungen von Facebook hatten wir mit einer solchen Gefahr nicht gerechnet. Aber nach den Negativerfahrungen mit Account-Sperrungen, über die uns berichtet wurde, wollten wir das Risiko nicht eingehen und lagerten deshalb alle potenziell „anstössigen“ Bilder in einen dritten Ordner unter einem eigenen Account aus. Das war zwar für die Abstimmung unbequem, weil man dort erneut „Freund“ werden musste, ließ sich aber nicht vermeiden. Heute wissen wir, dass Facebook uns wegen der Fotos den Zugang nicht gesperrt hat. Und darüber sind wir froh. Aber es macht auch deutlich, dass wir mit unseren Social Media-Aktivitäten immer sehr stark vom guten Willen des Plattform-Betreibers abhängig sein werden.
Im Laufe der Abstimmung gab es die Kritik, dass ein großer Teil der eingereichten Fotos nicht „durch Mapplethorpe inspiriert“ ist – was laut Ausschreibung ein Kriterium für die Teilnahme am Wettbewerb war. Auch wenn das natürlich sehr stark vom persönlichen Verständnis der Fotografin oder des Fotografen abhängt, teilen wir diese Kritik. Insbesondere die Tier- oder Architekturfotos haben in der Tat nur wenig mit Mapplethorpe und seiner Art der Fotografie zu tun. Wir haben uns aber bewusst für einen offenen Wettbewerb auf Facebook mit Publikumsvoting entschieden und wollten diese Fotos, die zum Großteil ja handwerklich auch gekonnt sind, nicht ausschließen. Zusätzlich zum ursprünglichen Plan haben wir deshalb kurzfristig durch das Ausstellungsmanagement des NRW-Forums und Profit-Fotografen einen vierten Wettbewerbssieger ermitteln lassen, bei dessen Auswahl ausschließlich das Kriterium „inspiriert durch Mapplethorpe“ zählte.
Es ist klar, dass bei einem Publikumsvoting unter Umständen andere Sieger ermittelt werden als bei einer Beurteilung durch eine Fachjury. Das mag mit der Zusammensetzung der TeilnehmerInnen an der Abstimmung ebenso zusammenhängen wie damit, wie einzelne Fotografinnen und Fotografinnen ihre Freunde auf Facebook besser als andere für das Voting mobilisieren können. Uns war dies schon zu Beginn der Aktion klar und wir haben uns bewusst dafür entschieden. In der Mischung der TeilnehmerInnen aus Profis und Amateuren sehen wir auch durchaus einen Reiz der Aktion. Für die Zukunft können wir uns aber auch die Durchführung oder Unterstützung einer Fotowettbewerbs mit einer professionellen Jury und einer Vorauswahl vorstellen.
Trotz der aufgetretenen Schwierigkeiten hoffen wir, dass die Aktion den TeilnehmerInnen Spaß gemacht hat – auf jeden Fall haben alle eingereichten Fotos durch den Wettbewerb eine Beachtung bei den BetrachterInnen gefunden, die sie sonst nicht gehabt hätten. Auch wir lernen im Umgang mit den Social Networks Tag für Tag dazu und freuen uns auf neue Facebook-Aktionen, die wir derzeit schon planen und vorbereiten. Und über Meinungen und Kommentare freuen wir uns natürlich auch. Zum Beispiel auf Google Buzz.
Die TeilnehmerInnen an der Abstimmung in unserem kleinen Kreativwettbewerb haben klar entschieden: Mit 49 Stimmen hat das Foto “Kaddi” von Ernst Alexander den 1. Platz errungen, gefolgt von “Isis Sophia 4″ von Nicole Schweizer (47 Votes) und “ohne Titel” von Jana Zimmermann (41 Stimmen). Auch wenn es bei den Sieger-Fotos zum Schluß ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab, hat sich doch die Spitzengruppe deutlich von den übrigen Teilnehmern abgesetzt. Stimmen, die heute nach 3.00 Uhr Sommerzeit abgegeben worden sind, wurden nicht mitgezählt.
Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme an diesem Wettbewerb, mit der wir so nicht gerechnet haben und die uns einige organisatorische Probleme beschert hat (mehr dazu in einem eigenen Blog-Beitrag “Lessons learned”). Für manche, die abstimmten sollten, waren die insgesamt 259 eingereichten Fotos schlicht “zuviel”. Eine Begrenzung hätten wir nur durch eine Beschränkung der Zahl der Bilder pro FotografIn oder durch eine Vorauswahl erreichen können. Beides wollten wir in diesem Wettbewerb nicht - für die Zukunft wäre das aber eine Möglichkeit.
Philip Treacy, der berühmteste unter den Hutmachern, der seine Ausstellung im NRW-Forum noch mit seiner inzwischen leider verstorbenen Muse Isabella Blow eröffnete, ist jetzt auch auf dem SHOWstudio Videokanal vertreten.
(einmal auf das Bild klicken führt zu http://www.nrw-forum.de/flickr_group. Dort auf eines der Vorschaubilder im Mosaik geklickt, und schon vergrößert sich das Foto). Allerdings werden dank des Jugendschutz-Filters in Flickr leider auch nicht alle Wettbewerbsfotos angezeigt.
Heute nacht um 3.00 Uhr Sommerzeit (nach Umstellung der Uhren) endet das Voting für unseren Fotowettbewerb.Über 250 Fotos nehmen daran teil, die Abstimmung erfolgt in drei Alben auf Facebook ganz einfach mit dem “Gefällt mir”-Button.
Das mit den drei Alben ist leider notwendig, weil die maximale Grenze der FB-Fotoordner bei 200 Bildern liegt. Es ist Zufall, welches Foto in den ersten beiden Ordnern gelandet ist. Im dritten Ordner sind alle Fotos, bei denen die Gefahr besteht, dass uns Facebook wegen “jugendgefährdenden Inhalten” den Account und die Fanseite unwiderruflich sperrt. Dieses Risiko wollen wir nicht eingehen und haben deshalb den 3. Ordner unter einem eigenen Account angelegt. Was allerdings die Unannehmlichkeit mit sich bringt, dass man sich dort nochmal zusätzlich als “Freund” anmelden muss.
Kriterien beim Voting sollten sein: “inspiriert durch die Mapplethorpe-Ausstellung im NRW-Forum”, Bildidee und handwerkliche Umsetzung. Wobei wir uns darüber im Klaren sind, dass dies sehr subjektiv ist und letztendlich der persönliche Geschmack oder auch die gelungene Mobilisierung von Facebook-FreundInnen bei der Abstimmung den Ausschlag geben. Aber: Dieser Kreativwettbewerb ist eine Aktion für unsere Facebook-Fans und kein professioneller Foto-Award mit Vorauswahl, Jury usw.






