Die Pausetaste ist Dein Freund – Alle Bilder im MoMa am 10. Apri 2010
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Für alle, die sich noch an die jungen STONES erinnern: hier ist die ultimative Ausstellung
David Montgomery’s Unseen Images of the Rolling Stones in der Ausstellung “The Rolling Stones: Against The Wall”, eine Ausstellung in der Scream Gallery in London (die von Tyrone Wood, dem Sohn von Ronnie betrieben wird). Gefunden auf http://www.nowness.com/
und jetzt steuert der Künstler Douglas Gordon die Visuals zu Rufus Wainwright bei. So wächst zusammen, was zusammengehört.
Ein Extremist der Fotografie: Robert Mappelthorpe
„Viele Motive in Mappelthorpes Fotografien sind eindeutig sexueller und homoerotischer Natur und können Besucher, insbesondere Jugendliche, in ihren Empfindungen stören.“ Mit diesen Worten werden die Besucher gewarnt, die die Ausstellung vom 6. Februar bis zum 15. August im Düsseldorfer NRW-Forum besuchen wollen. Und tatsächlich: Wem beim Anblick nackter Haut und (meist) männlicher Genitalien unwohl wird, solle sich fern halten.
Die 16-jährige Nana Seperhan bietet die „Teen Tours“, Führungen von Jugendlichen für Jugendliche, an.
SPIESSER: Wie kam es dazu, dass du als Führerin der „TeenTours“ fungierst?
Nana: Das NRW-Forum hatte den Wunsch ein neues Projekt zu gründen, um mehr junge Leute in das Museum so locken. Da ich Werner Lippert, den Direktor des NRW-Forums, schon kannte und er wusste, dass ich sehr an Kunst interessiert bin, haben wir uns zusammen gesetzt und überlegt wie, wir mehr junge Leute ins Museum locken können. Wir haben uns einen Namen ausgedacht und so ist das Projekt „Teen Tours“ entstanden und weil ich natürlich genau dem Alter der Zielgruppen entsprach, wurde ich dann auch die Führerin dieses Projektes.Interessierst du dich allgemein für Kunst oder war es einfach das relativ provokante Thema, das dich dazu bewegt hat?
Ich habe mich schon immer sehr für Kunst interessiert. Durch meine Mutter, die selbst Kunstgeschichte studierte und mich immer wieder ins Museum „schleppte“, habe ich schon früh Museen besucht und mich für Kunst interessiert. Natürlich hat es bei mir auch eine noch größere Begeisterung ausgelöst, da ich besonders Fotografien sehr gerne mag und ich hatte noch mehr Gründe dieses Projekt zu leiten.Was möchtest du mit den „TeenTours“ erreichen?
Ich möchte vor allem, dass viele junge Leute entdecken, dass Kunst etwas ganz Tolles sein kann und nicht zwingend langweilig sein muss. Viele gehen nicht gerne ins Museum, weil sie denken es wäre langweilig und würde überhaupt gar nicht der heutigen Zeit entsprechen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Kunst ist etwas sehr aktuelles, etwas das uns in andere Welten führen kann, so wie Musik, nur visuell. Meine Führungen sollen jungen Leuten zeigen, dass gerade Führungen sehr spannend sein können. Ich achte darauf, dass die Führungen nicht zu lang sind, außerdem drücke ich meine Gedanken mit der jugendlichen Sprache aus, was das Ganze natürlich noch authentischer macht. Das NRW-Forum ist ein tolles Museum, das unglaublich aktuell und mit vielen tollen und auch neuen Ideen arbeitet.Wird die Führung gut besucht? Welche Altersgruppe besucht die Führungen?
Die Führungen sind im Moment ja noch in der Anfangsphase, aber so langsam werden immer mehr Führungen gebucht. Zum größten Teil sind aber die Leute, die meine Führungen bisher gebucht haben im Alter von 16-25. Wir sprechen ja auch besonders die jungen Leute an, diese Führungen zu buchen, aber es können natürlich auch Ältere zu mir kommen, wenn sie an diesem Projekt begeistert sind.Wie sind die Reaktionen des Publikums bezüglich der Werke Mappelthorpes?
Ich habe gemerkt, dass vor allem junge Menschen nicht sehr zurückhaltend auf diese Fotos reagieren. Vielleicht gibt es am Anfang ein kleines schüchternes Kichern, aber ziemlich schnell tauen die Leute auf und gehen sehr offen mit den Fotos um. Wir werden ja besonders in Zeitungen, Fernsehen oder Internet mit Sexualität und Freizügigkeit konfrontiert, deswegen ist es für junge Leute nichts neues oder etwas besonders provozierendes. Meistens sind es ältere Menschen, die ein Problem mit dieses Fotos haben.Wie gestaltest du solch eine Führung?
Meine Führungen sind natürlich absolut frei gesprochen. Abgesehen von einigen Informationen aus Katalogtexte und der Biographie habe ich alles selber erarbeitet und ich gestalte die gesamte Führung mit meinen eigenen Ausdrücken und Worten. Ich bespreche natürlich nicht jedes Bild, das wäre ja viel zu lang. Ich habe mir meine persönlichen Lieblingsbilder ausgesucht und dazu sage ich dann etwas. Die etwas provokanten Bilder bespreche ich nicht so ausführlich, da lasse ich jedem seinen Freiraum die eigene Meinung zu bilden.Wie lange dauert eine Führung?
Eine Führung dauert so ca. 35 min. Sie kann aber auch länger dauern – je nachdem wie viel Fragen aufkommen und wie viel Interesse besteht.Wann finden die Führungen statt?
Jeden Freitag um 17 Uhr.Sind die „TeenTours“ auch für eine weitere Ausstellung des NRW-Forums geplant?
Wir warten ab, wie die „Teen Tours“ bei den Leuten ankommen. Natürlich würde ich mir wünschen, dass es auch für die nächsten Ausstellungen noch Führungen gibt, aber das kann ich jetzt noch nicht genau sagen.Wie lassen sich die Führungen mit der Schule bzw. dem Privatleben kombinieren?
Ich bin sehr flexibel und eigentlich lässt sich das sehr gut miteinander kombinieren. Ich verbringe gerne meine Zeit im NRW-Forum und habe sehr viel Spaß, die Führungen dort zu machen. Mein Privatleben leidet auf jeden Fall nicht darunter. Die Schule natürlich auch nicht, da die Führungen ja immer Freitags sind und ich dann auch Wochenende habe.Wie empfindest du es, Führungen für Jugendliche anzubieten?
Mir macht es sehr viel Spaß, die Führungen zu machen. Ich bin sehr, sehr froh, dass das NRW-Forum mir die Chance gegeben hat, dieses Projekt zu machen und ich empfinde es als unheimliche Ehre, dies übernehmen zu dürfen. Außerdem macht es mir natürlich Spaß, wenn ich sehe, dass auch Jugendliche Spaß an meinen Führungen haben. Ich persönliche würde auf jeden Fall eine „Teen Tour“ buchen, einfach um den Blickwinkel eines Gleichaltrigen vielleicht teilen zu können. Es ist wichtig, dass junge Leute sich für Kunst interessieren: Junge Menschen braucht die Kunst!Hintergrundwissen zum Fotografen: Robert Mappelthorpe wurde am 4. November 1946 in New York City geboren und starb am 9. März 1989 an AIDS. Er war für seine provokanten und freizügigen Fotografien berühmt.
Jugendlichen gefällt’s
Nana (16): Sie führt durchs Museum
Von NATHALIE RIAHI
Nana Sepehran an ihrem „Arbeitsplatz“: Sie führt Jugendliche noch bis August durch die Robert-Mapplethorpe-Ausstellung im NRW-Forum am Ehrenhof.
Foto: Markus van OffernDüsseldorf –
Sie ist 16 Jahre alt, besucht die elfte Klasse, Lieblingsfach: Erdkunde. Doch statt in ihrer Freizeit vor dem Computer abzuhängen oder die Nachmittage mit Shopping zu verbringen, tummelt sie sich im Museum. Nana Sepehran ist Deutschlands jüngste Museumsführerin!
Sie leitet jeden Freitag um 17 Uhr die „TeenTours“ im NRW-Forum. Hier führt die Schülerin eines katholischen Neusser Mädchengymnasiums Jugendliche bis August durch die Robert-Mapplethorpe-Ausstellung. Und die ist nicht ohne: Der Fotokünstler hat mit seinen erotischen Bildern schon so manchem die Schamesröte ins Gesicht getrieben.
Sie selbst sieht es ganz locker: „Ich war nicht geschockt, als ich die Fotos sah, ich war schließlich vorbereitet“, sagt Nana, deren Mutter studierte Kunsthistorikerin ist. „Ich besuche mit meinen Gruppen die Abteilung zwar, gehe aber auf die ganz harten Bilder nicht näher ein.“ Zwar seien alle immer ein bisschen peinlich berührt, „aber junge Menschen gehen mit dem Thema lockerer um als ältere, die oft schockiert reagieren“.
Nana erklärt Gleichaltrigen Kunst. Die Idee dazu hatte Werner Lippert, Kurator vom NRW-Forum.
„Dadurch dass ich keine Kunsthistorikerin bin, habe ich einen anderen Blick für die Werke. Ich gestalte die Führungen freier und jugendlicher, bin nicht so theoretisch.“ Und langatmig wird’s bei ihr auch nicht. „Meine Führungen sind kurz und knackig.“ Den Jugendlichen gefällt’s. Nana spricht ihre Sprache.
Und eins ist ihr klar geworden: „Ich bin fest überzeugt, dass ich später Kunstgeschichte studieren werde!“
Die gestrige Pressekonferenz zur “nacht der museen” spiegelt sich heute in den Medien wieder. Hier ein kleiner Pressespiegel:
Rheinische Post: Museumsnacht mit vielen Neuerungen
NRZ: Eine Nacht der Farbenpracht
WZ: Nacht der Museen wird so groß wie noch nie
WZ: Nachteulen konzertieren mit Handys
WELT: Nachts im Museum
Heute vormittag gab Nadia Zaboura von ZEE der versammelten Düsseldorfer Presse eine Einführung in Sachen iPhone-Konzert. Im Rahmen der Pressekonferenz für die “nacht der museen” führte sie auf drei iPhones vor, wie man damit Musik macht und was die BesucherInnen am 8. Mai im NRW-Forum erwarten wird. Großartig!! Wir freuen uns schon auf diesen Abend. Unter anderem mit der “nacht-der-museen-TVLounge” – moderiert von einigen der bekanntesten Blogger Deutschlands: Carolin Buchheim, Daniel Fiene, Markus Hündgen und Thomas Knüwer. Und mit dem iPhone-Konzert ab Einbruch der Dunkelheit, ca. 21:00 – 0:30 Uhr – mit ZEE und KREIDLER. Musik und VJ-Begleitung werden auch auf die Fassade des NRW-Forums projiziert und für das bekannte, magische “Ehrenhof-Feeling” sorgen. Und wer nicht selbst vor Ort dabei sein kann: Der gesamte Abend inkl. Konzert wird auf unsere Facebook-Fanseite und unsere Website live übertragen.
Zur Einstimmung gibt es hier schon mal einen Klingelton von ZEE.
“Wenn Prada Pakete schickt – Die neue Macht der Modeblogs” (Session auf der re:publica 2010)
Modeblogger_innen werden mit Fuchspelzen überhäuft, sitzen in der ersten Reihe bei Dior, fliegen um die Welt und haben Millionen Fans, weil sie einen neuen und dabei ganz subjektiven Blick auf Mode erlauben, fernab des hochglänzenden Perfektionismus. Sie werden gehyped und gefeiert, belächelt und beschimpft. Sie haben sich in ein Geschäft gemogelt, dass für seine Exklusivität bekannt ist und sind aus diesem nicht mehr wegzudenken. Wie ist das passiert und wohin geht die Reise? Wieviele Geschenke verträgt die Unabhängigkeit, und was bleibt vom Hype?
Am Donnstag-abend eine interessante Session auf der re:publica 2010 in Berlin mit Mahret Kupka, Julia Knolle, Tillmann Prüfer und Mary Scherpe. Wir würden im NRW-Forum auch gerne mal so was veranstalten. Gibt es daran Interesse?




