"Für mich war Düsseldorf eine Stadt, die so offen war, und so fremden-freundlich für alle Einwanderer, zu denen ich auch gehörte und auch der Bernd. Da gab es eine Toleranz und Offenheit, die sich später auch bemerkbar machte, anderen Künstlern gegenüber, die aus Frankreich Italien, Amerika kamen." offenbart Hilla Becher im Audioguide zur Ausstellung "Der Rote Bulli" im NRW-Forum Düsseldorf (ab 11. September)
So beschreibt die Witwe von Bernd Becher die Athmosphäre einer Stadt, die immer wieder entscheidende Impulse in die internationale Kunstszene gegeben hat. Im Gegensatz zu den durch Aktionen und Ausstellungen präsenten Künstlern wie Richter oder Uecker entwickelten Bernd und Hilla Becher ihre neue Fotografie verlassener Industriedenkmäler seit Ende der 50er-Jahre im Stillen. Als Bernd Becher 1976 eine Professur für Fotografie an der Akademie bekam, konnten die beiden Künstler ihr Konzept endlich weitergeben. Die Schülergeneration von Bernd und Hilla Becher, zu der Andreas Gursky, Candida Höfer, Thomas Struth und Axel Hütte zählen, machte die Fotografie der „Düsseldorfer Schule“ international bekannt und zu einem gefragten Sammelobjekt.
Die Gruppe Kraftwerk zeigte auf dem Innencover ihres ersten Albums von 1970 ein formatfüllendes Foto von Bernd und Hilla Becher: eine Transformatoren-Station, kurz und bündig "Kraftwerk" genannt. Foto (c) Thomas Spallek
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