Montagsfragen

30.11. 2010
Kategorie: Verschiedenes
Unsere Montagsfragen – oder vielmehr Ihre Antworten (danke!!) – entwickeln sich immer mehr zu einer Studie über die Nutzung des Internets und anderer Medien für Kulturinstitute. Auch wenn man nicht immer alles verallgemeinern kann – aber Ihre Antworten auf diese Montagsfrage zeigen ja sehr deutlich, wie wichtig der Internetauftritt eines Museums für die Information ist. Die Websites von Kunstzeitschriften kommen erstaunlich gering weg. Portale wie der Kulturkenner scheinen Ihnen ja wichtig und sinnvoll zu sein. Wieder was dazugelernt. Herzlichen Dank für die Beantwortung Ihrer Fragen und viele Grüsse.

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Wir haben ein wirkliches FLAGSHIP-Branding: Die Riesenflaggen auf dem Dach des NRW-Forum. So war die ursprüngliche Idee aus dem Jahr 1926. Und darauf haben wir seit 1998 gewartet. Seit diesem Jahr ist es endlich Realität. Und hier ist das ultimative Foto dazu von Michael W. Driesch. Gefunden haben wir es mitten in der neuen Kunstzeitschrift für Düsseldorf INDEX. Mit einem grossartigen Bericht über den roten Bulli. Und über das NRW-Forum. http://index-magazin.com/

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Bei der Eröffnung unserer Ausstellung “Philip Treacy – When Philip met Isabella” (von Februar bis April 2007) konnte man die exzentrische Isabella Blow kennenlernen. Sie war Moderedakteurin und große Dame der britischen Modeszene, und galt als Entdeckerin – und Muse – vieler Modeschöpfer und Models wie Alexander McQueen, Philip Treacy, Sophie Dahl oder Stella Tennant. Isabella entdeckte Philip Treacy 1986 am Royal College of Art in London. Sie arbeitete damals als Kreativdirektorin bei einem internationalen Modemagazin und suchte einfach nur einen Hut für ihre zweite Hochzeit. Danach, so sagt man, war sie ohne Hut verloren.  Mitte der 90er Jahre kaufte sie die gesamte Abschluss-Kollektion des damals noch völlig unbekannten Fashion-Studenten Alexander McQueen für 5000 Pfund. Danach wurde Isabella Blow Zeit ihres Lebens als McQueen’s Muse gehandelt. Nach einem langen Kampf gegen Depressionen und der Diagnose Krebs nahm sich Blow 200, kurz nach unserer Ausstellung im Alter von 48 Jahren das Leben. Dieser Bildband von Isabella Blow’s ehemaliger Assistenting Martina Rink, (bei Thames und Hudson, ca. 27 Euro) ist ein wunderbares Buch voller Fotografien, und Briefe und Erinnerungen, die an ihr schillerndes wie tragisches Leben erinnern. Als Weihnachtsgeschenk empfehlenswert.

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Überraschung: Ab dem 15. Dezember zeigen wir eine Ausstellung mit ganz neuen Arbeiten von Ellen von Unwerth “Berlin bei Nacht”. Ellen von Unwerth – eine der bekanntesten, einflußreichsten Fotografinnen – stand schon lange auf der Wunschliste des NRW-Forums. Jetzt zeigen wir 33 Bilder, die gerade bei einem Shooting in Berlin entstanden sind.

Ihren Durchbruch als Fotografin hatte Ellen von Unwerth 1989, als sie von der französischen Zeitschrift “Elle“ den Auftrag erhielt, ein junges deutsches Model namens Claudia Schiffer zu fotografieren. Sie entdeckte somit das spätere Top-Model und fotografierte die Guess-Kampagne, die Claudia Schiffer berühmt machte. 1991 entdeckte sie ebenfalls Nadja Auermann. Von Unwerths kühler und sublim erotischer Stil ist stark von ihrem Vorbild Helmut Newton beeinflusst. Sie veröffentlichte in allen wichtigen Zeitschriften, war an zahlreichen Ausstellungen beteiligt, drehte als Regisseurin selber Musikvideos und gab Bücher mit ihren Bildern heraus.

All das spiegelt sich in den Bilder der Ausstellung wider. Sie entstanden beim Shooting der sogenannten “Looks” für Schwarzkopf, dem Sponsor der Ausstellung. „Ungewöhnliche Bilder verlangen nach einer ungewöhnlichen Präsentation. Wir freuen uns sehr, dass wir Ellen von Unwerth für die Produktion unserer Looks for you Kollektion 2011 gewinnen konnten. Sie gehört zu den herausragenden Fotografinnen unserer Zeit und zeigt uns die Looks in ihrer Fotostrecke aus einer außergewöhnlichen Perspektive“, so Tina Müller, Corporate Senior Vice President bei Henkel, die zusammen mit Werner Lippert, Leiter des NRW-Forums, die Ausstellung eröffnen wird.

Die ausgestellten Bilder spiegeln die Atmosphäre dieses ungewöhnlichen Shootings wider und sind ein authentisches Zeugnis Berlins.“, so Werner Lippert. Die Fotografien, die in Berlins Kult-Diskothek entstanden, sind inspiriert vom pulsierenden Berliner Nachtleben und der kreativen Szene der Fashion Metropole. Eben „Berlin bei Nacht“. „Meine Vision bei der Umsetzung der Looks bestand darin, Bilder zu erschaffen, die zugleich authentisch, glamourös und progressiv sind. Die Aura und den Zeitgeist der Großstadt einzufangen und in all ihrer Vielfalt zu zeigen, das habe ich bei dieser Arbeit sehr genossen“, so Ellen von Unwerth.

Für das Shooting versammelte sie die Crème de la Crème der Fashion-Szene (internationale Top-Models, darunter Lydia Hearst, Coco Rocha, Eliza Cummings und Karolin Wolter) an einem ungewöhnlich unglamourösen Ort, in einem ehemaligen Heizkraftwerk in Berlin-Mitte. Rohe Betonwände auf denen sich bekannte und unbekannte Künstler mit ihren Tags und Graffities verewigt haben, spiegeln den Puls und die Kreativität des Berliner Nachtlebens wider.

„Der Tresor war die perfekte Location für das Shooting“, sagt Ellen von Unwerth. „Mir ging es darum, das authentische Berlin einzufangen. Junge Künstler haben sich hier mit Illustrationen und Graffitis an den Wänden verewigt, die Atmosphäre ist kreativ und inspirierend, der Club atmet Berlin.“ Im Anschluss an das Shooting stand ihr eine Stripperin Modell – dabei entstanden weitere Motive im kühl-erotischen Stil von Ellen von Unwerth, die auch in der Ausstellung zu sehen sind.

Die deutsche Starfotografin ist dafür bekannt, während ihrer Foto-Shootings eine authentische Stimmung zu kreieren und diese in ihren Bildern einzufangen. Ihre Fotos strahlen, wie die ihres Vorbildes Helmut Newton, eine echte, oft kühle Sinnlichkeit aus. Ihre Karriere begann allerdings vor und nicht hinter der Kamera: Ein Fotograf entdeckte sie als „Nummern Girl“ bei einer Roncalli-Vorstellung, 1975 ging sie dann nach Paris und etablierte sich schnell unter den Top-Models als “ihre” Fotografin.

15. Dezember 2010 bis 13. Februar 2011
im Obergeschoss des
NRW-Forum Kultur und Wirtschaft



Foto © Ellen von Unwerth

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Als Partner der Ausstellung "Der Rote Bulli. Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie" lädt das Fachlabor Grieger zum zweiten Mal ein zu einem Themenabend ins NRW-Forum Düsseldorf:

"Adieu Fotochemie – Möglichkeiten und Grenzen der Digitaldrucktechnik"

Mittwoch, den 15.12.2010, Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir um Anmeldung unter: info@grieger-online.de, Stichwort "Themenabend 2".

Der Abend soll keineswegs Anlass bieten, sich von der Fotochemie zu verabschieden. Ganz im Gegenteil: Solange es Fotomaterialien gibt, wird die Fa. Grieger an dem fotografischen Prozess festhalten! Dennoch wollen wir sachlich hinterfragen, inwieweit digitale Drucktechniken Fotochemie ersetzen können. Wir beleuchten die Ist-Situation und wagen einen Blick in die Zukunft.

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Andrea Roeper hat die Führung durch die Ausstellung mit Stefan Schneider und das anschließende Konzert von To Rococo Rot im Bild festgehalten. Ihr vielen Dank und allen, die am Samstag mit dabei waren. Die Rheinische Post heute dazu:

Trotz Sprints durch den Regen ist es für die Führung durch die Fotoausstellung “Der Rote Bulli” von Stephen Shore mit dem früheren Becher-Schüler Stefan Schneider im NRW-Forum bereits zu spät. Im Windfang überrascht eine neuartige Installation, die sich dann aber als ein Berg zwischengelagerter Regenschirme entpuppt. Im Foyer herrscht in Erwartung des Auftritts von To Rococo Rot bereits dichtes Gedränge. Das Düsseldorf-Berliner Elektronik-Trio mit Stefan Schneider setzt auf Grooves von Schlagzeug und Bass, über die sich atmosphärisch breite oder auch mal filigrane Elektro-Schleifen legen.

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Zur Führung durch die Ausstellung “Der Rote Bulli” mit Stefan Schneider kamen gestern Abend gut 80 Besucher (statt der erwarteten 20) und lauschten den Ausführungen Schneiders, der ja selber Student der berühmten Becher-Klasse an der Düsselorfer Kunstakademie war. Dann spielte er mit To Rococo Rot  und im Laufe des Abends kamen 1.200 Besucher – Band-Fans, Besucher und viele unserer Facebook Fans und Freunde. Ein grossartiger Abend. Viele zogen noch weiter zu den Phoneheads, zu Lederlust oder Kreidler.

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Herzlichen Glückwunsch, Hans-Peter Feldmann. Nach seiner grossartigen Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf. Nach seinem grandiosen temporären Kunstwerk für Louis Vuitton auf der Kö. Jetzt der Hugo-Boss-Preis für den Düsseldorfer Künstler. Das krönt die Quadriennale.

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Die Verquickung von Musik und bildender Kunst ist nicht erst seit dem Aufkommen des Musikvideos existent. Bereits Pablo Picasso widmet der Gitarre zahlreiche Bilder während seiner kubistischen Phase. In den späten 1960ern ließ Andy Warhol zum psychedelischen Sound von The Velvet Underground seine silbernen Pop-Art-Luftballons aufsteigen. Und Künstler, wie der amerikanische Konzept- und Performancequerkopf Jack Goldstein, erhoben die Schallplatte zum Ausstellungsobjekt und spielten selbst Musik ein.

Auch Düsseldorf blickt auf eine lange Tradition voller Berührungspunkte zwischen Musik und bildender Kunst zurück. Kraftwerk kreierten mit ihrem artifiziellen Mensch-Maschine-Image den virtuellen Popstar. Und noch bevor sie international erfolgreich wurden griff 1969 die damalige Joseph Beuys Schülerin Katharina Sieverding in ihrem Artmovie “Life-Death” auf frühe Kompositionen von ihnen zurück. Andere Düsseldorfer Bands wie Neu!, Der Plan oder Pyrolator eigneten sich durch ihren freien Umgang mit Klang- und Rhythmusstrukturen eine Musiksprache an, die sich oft einer rein kommerziell verwertbaren Funktionalität entzieht und stattdessen die Sinneswahrnehmung durch Klang sensibilisiert. In den letzten Dekaden waren es vor allem Bands wie Kreidler und To Rococo Rot, die mit Musik und Videos das Zusammenspiel zweier künstlerischer Disziplinen neu belebten. Dass ihre Musik im Club wie im Museum funktioniert erkannte Andreas Gursky bereits vor Jahren. Zur Eröffnung seiner großen Retrospektiven im Museum of Modern Art in New York und im Centre Pompidou in Paris ließ der Fotokünstler die Düsseldorfer Band Kreidler zur Vernissage einfliegen. Das Quartett sorgte zusätzlich mit seinen avantgardistischen Videoclips international für Aufsehen und gewann Filmkunstpreise.

Auch der Düsseldorfer Stefan Schneider vom Trio To Rococo Rot hat als ehemaliger Kunstakademie-Student der Becher-Klasse seine Wahrnehmung weit über das Hörbare hinaus geschärft und arbeitet sowohl als experimenteller Musiker als auch als konzeptioneller Fotokünstler. Wie sehr sich augenblicklich die Musik der Landeshauptstadt durch formale Freiheit und Ideenreichtum auszeichnet, war jüngst in der mit Bildern von Thomas Ruff bestückten Titelgeschichte des Popkultur-Magazins De:bug zu lesen. Auch das Musikmagazin Groove widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe dem neuen Sound Düsseldorfs und bebildert ihn mit einem Gruppenbild von Andreas Gursky. Im Rahmen der “Quadriennale Art Music Saturday Night” präsentieren sich nun ausgewählte Bands der Stadt in der Kunstakademie, dem museum kunst palast, dem KIT, der Kunsthalle und im NRW Forum. Zusätzlich zu den Konzerten sind die Museen bei freiem Eintritt für den Publikumsverkehr geöffnet und kostenlose Shuttlebusse verbinden die Veranstaltungsorte.

Quadriennale + Art + Music + Saturday + Night

Die aktuelle Düsseldorfer Musikszene kennt keine Berührungsängste und wagt musikalisch gern den Grenzgang zwischen bedingungsloser Soundforschung und publikumswirksamer Verspieltheit. Das zeigt sich im Rahmen der “Quadriennale Art Music Saturday Night” bei allen Veranstaltungsorten. Im museum kunst palast gastieren mit den Phoneheads zwei heimische Veteranen der deutschen Drum’n'Bass Szene und gestalten den Abend. Zwischendurch spielt die junge Düsseldorfer Band Neustadt und serviert mit kühler Klasse Post-New-Wave. Im KIT präsentieren sich demgegenüber die Elektronikkünstler Antonelli und Graph live. Im Anschluss lässt DJ Orson Sieverding den Tunnel durch aktuellen Dubstep vibrieren. Für avantgardistische elektro-akustische Schwingungen sorgen To Rococo Rot mit ihrer Liveperformance im NRW Forum. Das Düsseldorf-Berliner Trio wird dabei sein melodisches, vom Krautrock beeinflusstes Album “Speculation” live vorstellen. In der Kunsthalle vereint DJ Mark Matter zeitgenössische elektronische U- und E-Musik. Zum Abschluss der Nacht stellen dann schließlich Kreidler ihren gespenstisch anpeitschenden Cosmic-Krautrock in der Clubbar Salon Des Amateurs live vor. Dabei bringt das Düsseldorfer Trio nicht nur ihr aktuelles Album “Mosaik 2014″ auf die Bühne, sondern spielt auch erstmals Auszüge aus seiner neuen, frisch produzierten und noch unbetitelten Platte.

Programmübersicht: Quadriennale + Art + Music + Saturday + Night
Kunstakademie, Rheinflügel (bis 00.00 Uhr)
21.00 UhrLederlust-Coverband (live), Genre (live)

museum kunst palast (bis 00.00 Uhr)
20.00 Uhr 22.00 Uhr 23.00 Uhr
Phoneheads – in/output (DJ & Fx)
Neustadt (live) Phoneheads
in/output (DJ & Fx)

KIT – Kunst im Tunnel (bis 01.00 Uhr)
21.00 Uhr 22.00 Uhr 23.00 Uhr
Graph (live)
Antonelli (live)
Orson (DJ)
kuratiert von Jörn Stoya

NRW-Forum (bis 22.00 Uhr)
20.00 Uhr Führung “Der Rote Bulli” durch Stefan Schneider (Student der Becher Klasse und Musiker bei To Rococo Rot) für geladene Gäste
20.45 Uhr To Rococo Rot (live)

Kunsthalle/Kunstverein/Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (bis 00.00 Uhr)
21.00 Uhr Marc Matter (DJ, Institut für Feinmotorik)

Kunsthalle/Kunstverein “Zeitgenössische Salon-Musik”
23.00 Uhr Kreidler (live) Salon des Amateurs

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Working Against Time by To Rococo Rot  
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To Rococo – Working Against Time.mp3 (3576 KB)

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