Rückblick 2010

27.12. 2010
Kategorie: Verschiedenes

Dieser Rückblick, den wir heute in der letzten Montagsfrage auf Facebook erbeten hatten, ging eindeutig aus: “A hoch A !!!” oder ganz einfach: Robert Mapplethorpe. Mit einem Achtungserfolg für “EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE”. Danke an alle, die bei dieser Montagsfrage und bei allen anderen in diesem Jahr mitgemacht haben.

Mit den Antworten für (a) und (e) hat sich unser Risiko ja gelohnt. Robert Mapplethorpe war eine große Anstrenung: lange Planung, hohe Kosten, eine andersartige reduzierte minimalistische Hängung in neuen Rahmen … da war alles anders als in bisherigen Mapplethorpe- Ausstellungen. Wir waren sehr gespannt auf die Reaktion des Vorstandes der Mapplethorpe-Stiftung – und natürlich auf die Besucher-Reaktion. Das Experiment ist geglückt! Und auf “Der Rote Bulli” haben wir uns ebenfalls sehr gefreut. Das ist Düsseldorfer Kunstgeschichte vom Feinsten.

Wenn ich aber zurückblicke auf 2010, dann habe ich mich ganz besonders gefreut, dass Hilla Becher bei einer Gala von Center TV zur “Düsseldorferin des Jahres” gekürt wurde. Zwischen den anderen Preisträgern wie Heino oder Timo Boll war die bescheidene Fotografin die grosse Überraschung an diesem Abend. Ich durfte die Laudatio halten … hätten Sie dabei auf Anhieb Hilla Becher erkannt?

Hier die Rede:

Der “Düsseldorfer des Jahres” ist eine Dame. Sie wurde 1934 in Potsdam geboren, und arbeitete als Fotografin in Hamburg und später in Düsseldorf. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine klare und ganz sachliche Fotografie aus. Schon während ihrer Lehrzeit in Potsdam interessierte sie sich für die eher spröderen Sachen. Für die Gesellenprüfung wählte sie als Motiv das Gaswerk von Potsdam. Und später, nachdem sie aus der DDR ausgewandert war und mit ihrer Familie in einem Hamburger Flüchtlingslager lebte, ging sie häufig in den Hafen und versuchte die Kräne zu fotografieren. Als sie dann in Düsseldorf lebte, schlich sie nach eigenen Worten um die Industrieanlagen des Ruhrgebiets herum und versuchte sie zu fotografisch zu bannen.

Dann, in einer Düsseldorfer Werbeagentur, traf sie einen Mann. Der hatte begonnen, ebensolche Industrieanlagen zu zeichnen. Er verzweifelte daran, dass er mit seinen Zeichnungen mit dem Tempo des Niedergangs der Industriekultur nicht Schritt halten konnte. Es kam, wie es vorauszusehen ist: Sie heirateten und machten ihr gemeinsames Interesse zum Lebensziel. Ihr Mann eignete sich die Fotografie an. Sie unterstützte ihn nach Kräften mit ihren Kenntnissen. Und sie begannen zusammen systematisch Fördertürme und Hochöfen und Fachwerkhäuser zu fotografieren.

Zumindest ihre prekäre finanzielle Lage änderte sich schlagartig, als Ihr Mann eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf erhielt. Warum er und nicht sie, die bereits ein Fotolabor an der Akademie eingerichtet hatte, das erklärt sie mit dem simplen Satz: “Er war der Mann.” Ohne jeden Zweifel waren sie beide überzeugt von einer klaren und technisch perfekten Wiedergabe der Objekte in ihren Fotografien. Ein Erfolg aber stellte sich zuerst nicht ein. Die Fotoszene mochte lieber dramatische Effekte. Der Kunstbetrieb lehnte fotografische Bilder ohnehin als un-künstlerisch ab.

Gleichwohl war es der Kunstbetrieb, der ihr fotografische Werk in die Erfolgsbahn beförderte. Eine Handvoll weitsichtiger Kunsthändler, Kritiker, Kuratoren und Verleger, von denen die meisten nicht ganz zufällig in Düsseldorf tätig waren, sind die Promotoren gewesen. Von 1976 an unterrichtete ihr Mann mit Ihrer Unterstützung an der Akademie 80 Studenten. Sie begründeten die neue „Düsseldorfer Schule“, die sich zu einer einzigartigen Erfolgsstory entwickelte, die weit über die Stadt hinausreicht und Düsseldorf zur Kapitale der Fotografie gemacht hat. Sie sind das weltweit berühmteste Fotopaar. Die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft hielt bis zum Tod ihres Mannes am 22. Juni 2007. Heute setzt sie das gemeinsam begonnene Werk alleine fort.

Damals wie heute wirkte die Kunst-Akademie wie ein Magnet. Sicher befördert durch das kulturelle Klima in der Stadt Düsseldorf. Sie selber kommentierte dies jüngst erst mit dem Satz: “Für mich war Düsseldorf eine Stadt, die so offen war, und so fremden-freundlich für alle Einwanderer. Da gab es eine Toleranz und Offenheit Künstlern gegenüber, die aus Frankreich Italien, Amerika kamen.”

Alleine wegen dieser unvergleichlichen Liebeserklärung, haben Sie die Auszeichnung zur “Düsseldorferin des Jahres” verdient, liebe Hilla Becher.

Ich gratuliere aus vollem Herzen und bin als Düsseldorfer stolz, dass Sie diese Auszeichnung erhalten.

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Trotz Eis und Schnee

26.12. 2010
Kategorie: Verschiedenes
Im NRW-Forum ist es wohlig warm. Heute sind natürlich unsere beiden Ausstellungen “Der Rote Bulli” und “Ellen von Unwerth” geöffnet und anschliessend wartet im Caffè eine heisse Schokolade (und mehr) auf Sie. Montag – wie immer geschlossen, und dann ab Dienstag wieder regulär geöffnet. (Bitte achten Sie auf die Sonderöffnungzeiten zu Sylvester und Neujahr).

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Für’s Neue Jahr

24.12. 2010
Kategorie: Verschiedenes
Liebe Freunde und Fans: Ich wünsche Ihnen allen eine schöne, weisse Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr. Gerade habe ich diese wunderbare Briefmarke entdeckt. Obwohl sie erst im Februar 2010 veröffentlicht wurde, ist sie schon ausverkauft. Offensichtlich finden viele, was ich auch (mir und) Ihnen wünschen: Mensch ärgere dich nicht! In 2011 und darüberhinaus. Viele Grüsse: Werner Lippert

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Auf unsere aktuelle Montagsfrage bei Facebook gab es eine Reihe von Antworten mit kritischen Tönen; berechtigter Weise, wie ich finde. Das eine war die Bestürzung über die allgemeine Kürzungswelle, die ja schon läuft: “… da ja überall gekürzt wird, was das Zeug hält…”, das andere aber ist die Mahnung “… solange es sich Volkes Seele und Gehirn gefallen lässt…”, die durchklingt. Dass man sich auch dagegen stemmen kann, haben die Kulturmacher/Kulturinteressierten in Hamburg ja eindrucksvoll bewiesen. Das aber setzt voraus, dass ein allgemeines Interesse vorhanden ist, und dazu brauchen wir in der Tat mehr Kultur “in Schulen und vor allem im Wohnzimmer sowie in den Straßen der Stadt”, wie ein Facebook-Fan schrieb. Ich danke allen Fans für die anregende Diskussion.

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Merry Xmas

18.12. 2010
Kategorie: Verschiedenes
Diese Weihnachtskarte wollte ich Ihnen nicht vorenthalten – wenn Sie ganz genau hinschauen, entdecken Sie in der ersten Reihe die gesamte “Erwitt-Familie”: Sammy, den Hund, Elliott’s Frau Pia und natürlich ihn selber. Wie jedes Jahr schickt Elliott Erwitt eine selbstgemachte Weihnachtskarte; wie jedes Mal voller verschmitzem Humor. Das macht gute Laune fürs Neue Jahr. Wünsche ich Ihnen auch.

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Kultur 2011

18.12. 2010
Kategorie: Verschiedenes
Wollen Sie jetzt schon wissen, was 2011 zu sehen und zu hören ist in NRW: auf der Seite von K.West gibt es die Vorschau zum Download. http://k-west.net/index.php?module=html01pages&func=display&pid=7

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Vor kurzem antworteten viele auf unsere Montagsfrage, dass die Street Art unbedingt zu den ausstellungswürdigen Themen gehört. Auf welche Probleme (oder vermeintlichen Probleme) Künstler wie Museumsdirektoren dabei stoßen, lesen Sie hier: http://www.art-magazin.de/kunst/36509/moca_los_angeles#. In Los Angeles ließ der Direktor eine Fassade wieder weiss-streichen, nachdem der Street Artist BLU diese mit Dollarnoten verzierte Särge bemalt hatte.

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Ein kleiner Nachtrag zu Ellen von Unwerth: Ihre Karriere begann, als Sie als Nummergirl im Roncalli Zirkus entdeckt wurde. Ihre erste Modeljobs waren unter anderem für das Düsseldorfer Modelabel Toni Gard. Eine Kopie dieser Anzeige sehen Sie. Ellen von Unwerth wurde dabei von Holger Eckstein, und später von Beate Hansen fotografiert. Ihren weiteren Werdegang kennen Sie ja …

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Pro Nacht der Museen

14.12. 2010
Kategorie: Verschiedenes
Bei dieser Montagsfrage auf Facebook gab es eine eindeutige Tendenz: Rund 70 % der Teilnehmer an der Umfrage hält die "Lange Nacht der Museen" für eine sinnvolle Einrichtung, ca. 30 % ist das Gedränge zuviel. Das mit dem “Gedränge” ist natürlich richtig – wenn sich – wie z.B. in Düsseldorf – über 20.000 Besucher in die Museen drängen, wird es eng. Andererseits ist es für viele ein erster Kontakt mit einer Vielzahl unterschiedlicher Museen (das war ja auch die Grundidee bei der ersten Langen Nacht in Berlin) oder eine Gelegenheit mit Freunden oder Familie einen Abend lang durch die Museen zu ziehen. Für die Museen, vor allem auch für kleinere, spezialisierte ist es die Chance, sich und ihr Programm vorzustellen. Danke für Ihre Antworten.

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Kunst gegen ?????

11.12. 2010
Kategorie: Verschiedenes
Was halten Sie davon – ein Kunstwerk gegen 10 Stunden Mathe-Unterrricht, oder einem Ritt auf Ihrem Pferd, oder … Kunst im Tausch. Gibt es vom 9. bis zum 12. Dezember, zwischen 12 und 18 Uhr im NP Contemporary Art Center, 131 Chrystie Street, New York. Gelesen auf: “Fair Trade | Art Barter Comes to New York” auf http://tmagazine.blogs.nytimes.com/2010/12/09/fair-trade-art-barter-comes-to-new-york/?ref=t-magazine (Foto by Art Barter)

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