Auf der MAGNUM-Jahrestagung und dem abendlichen Fest traf man sie alle: die Senioren wie Elliott Erwitt und Thomas Hoepker, so imposante Legenden wie Steve McCurry – seine berühmteste Fotografie ist wohl das „afghanische Mädchen mit den grünen Augen“ – und die “jungen” wie Thomas Dworzak oder Alex Majoli. Viele Gespräche drehten sich um die “Macht der Bilder” in unserer Zeit. Davon mehr, morgen in unserer Montagsfrage.
Mit vielen Beispielen von A bis Z wollen wir jeden Freitag Projekte des NRW-Forums aus den vergangenen Jahren noch einmal aufblitzen lassen. Heute geht es mit dem Buchstaben “A” wie “Architekturfotografie” weiter. Die Ausstellung vom 27.1. bis 6.5.2007 zeigte die “Spectacular City” auf Papier.
In unseren Tagen wird die beste Architektur oft nicht gebaut, sondern auf Hochglanzpapier gedruckt und bestaunt. Spektakuläre Fotografien porträtieren Schönheit und Potenzial urbaner Landschaften, berühmter Bauwerke und menschenleerer Straßen. Spectacular City betrachtete die städtische Welt aus der Perspektive der besten zeitgenössischen Fotografie. Die Ausstellung zeigte, dass sich die Bilder von unseren Städten wandeln, berichtete von diesem Prozess und leistete damit einen besonderen Beitrag zur Ästhetik unserer Zeit. Die ausgestellten Fotografien hielten den Bildgegenstand nicht einfach nur fest, sondern manipulierten, konstruierten oder rekonstruierten ihn. Dadurch gewährten sie einen Blick auf Dinge, die wir womöglich übersehen, die in unserer schnell sich wandelnden Welt aber latent vorhanden sind. Mit dieser Methodik schafften die Künstler einen Mythos um das moderne Großstadtleben.
Gezeigt wurden rund 100 Fotografien aus den letzten zehn Jahren von international berühmten Künstlern wie Andreas Gursky, Thomas Struth, Thomas Ruff und Olivo Barbieri, Thomas Demand, Andreas Gefeller, Heidi Specker, Michael Wesely, Todd Hido – um nur einige der bekanntesten zu nennen. Darunter, das mag nicht überraschen, eine Vielzahl von Fotografen, die an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert haben.
Das Foto zeigt den Neubau des MoMA in New York über seine gesamte Bauzeit in einer einzigen Aufnahme: Michael Wesely, The Museum of Modern Art, New York, 2001-2004, NAI Rotterdam
Mit vielen Beispielen von A bis Z wollen wir jeden Freitag Projekte des NRW-Forums aus den vergangenen Jahren noch einmal aufblitzen lassen. Heute geht es mit dem Buchstaben “A” wie “Auto-nom” weiter. Die Ausstellung vom 27. September 2003 bis zum 04. Januar 2004 setzte sich mit dem Mythos Auto auseinander.
Die Konzeption der Ausstellung war eine Referenz an die Arbeit des Philosophen Roland Barthes. Der stilisierte in seinen Aufsätzen zu den ‘Mythen des Alltags unter “Der neue Citroën” das Modell DS zum objet superlatif. Es ist weder Maschine mit Einspritzmotor noch Transportmittel um von A nach B zu gelangen, noch Statussymbol oder Designprodukt. Das Auto wird zuallererst als Objekt verstanden.
Sein Aufsatz zur “Mythologie des Automobils” wurde im Katalog zur Ausstellung zum ersten Mal in deutscher Sprache publiziert.
Insbesondere zwei Werke in der Ausstellung illustrieren diesen Ansatz besonders deutlich: Da ist zum Einen “La DS” von Gabriel Orozco – ein Citroen DS, der längs so zerschnitten und wieder zusammengesetzt wurde, dass ein neues, pfeilartiges aber “unbrauchbares” Objekt entstand – und zum Anderen durch die Arbeit “Taxi” des Düsseldorfers Stefan Sous, der ein Auto in seine Einzelteile zerlegt und wie in einer Explosionszeichnung von der Decke des Ausstellungsraums abhängt. Zum ersten Mal wurden in der Ausstellung auch alle Art Cars – von BMW beauftragte und von zeitgenössischen Künstlern bemalte Fahrzeuge – gezeigt.
Foto: Gabriel Orozco: La D.S., 1993, M.A.C. de Marseille, Collection Fonds National Contemporain, Paris, Foto: Marian Goodman Gallery, NY
Heute startet unser nächster großer Fotowettbewerb: “Container-Perspektiven, ungewöhnliche Ein- und Ausblicke“. Gefragt sind spannende Bilder im Zusammenhang mit Transportcontainern – ob im Hafen, auf dem Güterzug oder einem Schiff, auf Baustellen oder als Container-Haus.
Das sind die Teilnahmebedingungen:
1. Teilnahmeschluß ist der 15.7. um 24.00 Uhr mit maximal 2 Bildern pro Fotograf/in.
2. Am Wettbwerb nimmt teil, wer zum Thema passende Fotos entweder
- in die Flickr-Gruppe http://www.flickr.com/groups/container/
- auf unsere Facebook-Pinnwand http://www.facebook.com/nrwforumduesseldorf (Stichwort: Fotowettbewerb)
- bei Instagram mit den Hashtags #containerhouse #wettbewerb
hochlädt.
3. Die Ermittlung der drei Sieger-Fotos erfolgt in einem 2stufigen Verfahren: Vom 16. bis 19.7. (24.00 Uhr) findet in einem (evtl. auch mehreren) Facebook-Album, in das auch die Wettbewerbsfotos von den anderen Plattformen kopiert werden, eine Abstimmung mit dem “Gefällt mir”-Button statt. Die 20 Fotos mit den meisten “Likes” kommen ins Finale. Eine Jury wählt dann daraus die drei Sieger aus
4. Die Bildrechte für die eingereichten Fotos müssen beim Nutzer liegen. Mit dem Upload erteilt dieser dem NRW-Forum das zeitlich auf die Wettbewerbsdauer beschränkte unentgeltliche Recht zur öffentlichen Zugänglichmachung (Veröffentlichung im Internet für eine unbestimmte Anzahl von Nutzern) sowie das Vervielfältigungsrecht.
Und nun viel Vergnügen bei der kreativen Suche nach einzigartigen Container-Perspektiven.
Das sind Werner Lippert und Petra Wenzel, sie hatten die Idee zur Container-Architektur Ausstellung im NRW-Forum 3
Alice Strauch baute die Innenausstattungen der Container Modelle und die vielen Details, zusammen mit ihrem Team (4) Alexandra, (5) Torben und (6) Johanna. 7
Reinhard Dörre (Dörre Modellbau) hat mehrere große Modelle, etwa Sky is the Limit, und Details wie Geländer und Treppen realisiert und uns beim Bau der Containermodelle beraten. 8, 9
Marc Bienefeld (Die Beschrifter) und Torge Schümann (KOI) haben mit ihrer Truppe (10) Alex, (11) Lars und anderen die Container Bauten errichtet, verkabelt, beschriftet, beleuchtet. 12
Unser Malermeister Waldemar Maciossek hat mit seinen Gesellen (12) und (13) alle Container innen und außen gestrichen, zum Teil so, dass sie ordentlich gebraucht und angerostet aussehen. 15
Thomas Klode (Raumkonzepte Klode) hat in seiner Werkstatt alle Container-Rohbauten produziert und sie im Museum zu Häusern, Türmen oder Flagshipstores zusammengesetzt. Zusammen mit seinen Mitarbeitern (16) Marcel , (17) Paul, (18) Moritz, (19) Jörg, und anderen. 20, 21
Peter und Markus Dömer (Kunstschlosserei Huiskens) haben in mühevoller Detailarbeit den Container aus Messingblech gebaut und ihn dann verchromen lassen: „Versailles“ von Stefan Sous. 22
Rakesh Kumar, der Koch im Restaurant „Caffè“ im NRW-Forum hat uns jeden Tag mit den notwendigen Kalorien für Schwerarbeiter versorgt. 23
Olaf Schumacher von der Buchhandlung König hat das Buchsortiment zur Ausstellung zusammengestellt – mit den Standardwerken aber auch mit vielen Spezialitäten und raren Büchern. 24
Bri Ostermann (Die Produktion) hat den Katalog, die Werbemittel, das Magazin KRAUT und überhaupt alles, was gedruckt und verschickt werden kann, produziert. 25
Ludger Hennewig vom Fachlabor Grieger hat die riesig großen Wandbilder (10 x 4,20 Meter), und alle anderen Fotos in der Ausstellung ausgedruckt. 26
Lars Wöhning betreut mit seiner Agentur V2A unsere Website, hat die App „gebaut“ und vor allem das Panorama-Bild der Ausstellung mit dem Audioguide.
26
Shahin, Sinaida und Charlotte, das Kernteam jener Gruppe von Studenten der Fachhochschule Düsseldorf und der Heinrich-Heine-Universität, die auch zur Container-Ausstellung wieder eine wunderbare Ausgaben unseres Magazins KRAUT produziert haben.
KRAUT sucht das schönste Containerfoto, das das Googlesatellitenauge je gesehen hat. 1. : Suche ein Containerterminal, zum Beispiel über http://de.wikipedia.org/wiki/Containerterminal <http://de.wikipedia.org/wiki/Containerterminal> .
2. : Öfffne www.googlemaps.de <http://www.googlemaps.de> 3. : Stelle die Kartenansicht auf Gelände. 4. : Suche einen Containerhafen. 5. : Finde einen Containerhafen. 6. : Mache Screenshots von den Containersehenswürdigkeiten. 7. : Poste es auf facebook.com/krautmagazin <http://facebook.com/krautmagazin>Die besten Container-Fotografen gewinnen das neue KRAUT #3. Die Aktion läuft bis zum 7. Juni. Allen Mitgliedern der KRAUT-Redaktion ist die Teilnahme untersagt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.








