Mit vielen Beispielen von A bis Z wollen wir jeden Freitag Projekte des NRW-Forums aus den vergangenen Jahren noch einmal aufblitzen lassen. Heute geht es mit dem Buchstaben “A” wie “Auto-nom” weiter. Die Ausstellung vom 27. September 2003 bis zum 04. Januar 2004 setzte sich mit dem Mythos Auto auseinander.
Die Konzeption der Ausstellung war eine Referenz an die Arbeit des Philosophen Roland Barthes. Der stilisierte in seinen Aufsätzen zu den ‘Mythen des Alltags unter “Der neue Citroën” das Modell DS zum objet superlatif. Es ist weder Maschine mit Einspritzmotor noch Transportmittel um von A nach B zu gelangen, noch Statussymbol oder Designprodukt. Das Auto wird zuallererst als Objekt verstanden.
Sein Aufsatz zur “Mythologie des Automobils” wurde im Katalog zur Ausstellung zum ersten Mal in deutscher Sprache publiziert.
Insbesondere zwei Werke in der Ausstellung illustrieren diesen Ansatz besonders deutlich: Da ist zum Einen “La DS” von Gabriel Orozco – ein Citroen DS, der längs so zerschnitten und wieder zusammengesetzt wurde, dass ein neues, pfeilartiges aber “unbrauchbares” Objekt entstand – und zum Anderen durch die Arbeit “Taxi” des Düsseldorfers Stefan Sous, der ein Auto in seine Einzelteile zerlegt und wie in einer Explosionszeichnung von der Decke des Ausstellungsraums abhängt. Zum ersten Mal wurden in der Ausstellung auch alle Art Cars – von BMW beauftragte und von zeitgenössischen Künstlern bemalte Fahrzeuge – gezeigt.
Foto: Gabriel Orozco: La D.S., 1993, M.A.C. de Marseille, Collection Fonds National Contemporain, Paris, Foto: Marian Goodman Gallery, NY
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