Mit vielen Beispielen von A bis Z wollen wir jeden Freitag Projekte des NRW-Forums aus den vergangenen Jahren noch einmal aufblitzen lassen. Heute geht es mit dem Buchstaben “C” wie Comte weiter.

Innerhalb weniger Jahre schoss Michel Comte an die Spitze der meistgebuchten Mode- und Magazin-Fotografen der Welt. Er arbeitete für Vanity Fair und Vogue. Er portraitierte Celebrities aus Kunst, Musik und Entertainment wie Julian Schnabel, Jeremy Irons, Demi Moore, Mike Tyson, Carla Bruni oder Michael Schumacher – und schuf dabei Ikonen der Portrait-Fotografie. Das alles zeigten wir in seiner Ausstellung im NRW-Forum vom 1.2. bis 10.5. 2009.

 Aber neben der Portrait- und Mode-Fotografie wandte sich Comte zunehmend der Reportage und der Dokumentation zu. Er arbeitete für das Rote Kreuz und für seine eigene Water Foundation. Er reiste in die Kriegszonen dieser Welt, nach Afghanistan, Irak, Bosnien, oder den Sudan. Er setzt sich verstärkt mit dem Geschehen in Tibet auseinander und arbeitet zur Zeit an einer filmischen Aufarbeitung der Schreckensherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha. Auch diese Arbeiten waren in der großen Michel Comte Retrospektive im NRW-Forum zu sehen.

Comte

Die Abbildungzeigt Billy Zane für L`Uomo Vogue, 1997, fotografiert in einem Zimmer des Pariser Hotels Ritz, das wir für die Präsentation aller Fotos, die Michel Comte in diesem Zimmer geschossen hat, nachbauten.  (c) Michel Comte

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Mit vielen Beispielen von A bis Z wollen wir jeden Freitag Projekte des NRW-Forums aus den vergangenen Jahren noch einmal aufblitzen lassen. Heute geht es mit dem Buchstaben “C” wie “Corbijn” weiter.

Vom  2.2. bis 22.4. 2001 haben wir die Werke des niederländischen Fotografen und Videoregisseurs Anton Corbijn ausgestellt. Dessen Schwarz-Weiss-Fotografien internationaler Stars gelten als Ikonen der Pop-Fotografie. Ende der 70er zog der heute 55jährige Corbijn nach London und arbeitete unter anderem für die Zeitschrift „Rolling Stone“. Seither hat er für die Gestaltung von Plattencovern und Videoclips mehrere Preise erhalten. In der Ausstellung waren großformatige und kontrastreiche Aufnahmen zu sehen: David Bowie, bis auf einen Schurz unbekleidet, schaut gedankenvoll am Betrachter vorbei, Lars von Trier schiebt nackt eine Schubkarre durch den Garten. Der Fotograf ist mittlerweile fast so berühmt wie die Leute, zu deren Prominenz er beigetragen hat, und deshalb ist seine Kunst selbstverständlich ein Gegenstand der Kunstkritik. Anlässlich unserer Ausstellung machten die meisten Besprechungen damals in Corbijns Fotos ein starkes Moment der Verweigerung aus. “Es geht nicht um Image, nicht um Gefälligkeiten”, schrieb die FAZ. “Corbijn sucht die Brüchigkeit des Showgeschäfts, sucht die Narben in den Gesichtern (…), sucht die Anti-Pose. Niemandem wird geschmeichelt.” Das Feuilleton des Berliner Tagesspiegel stellte fest, Corbijn betreibe “Image-Zertrümmerung”. Und im Begleit-Essay des Ausstellungskataloges hielt Bernd Skupin fest: “So ist es auch richtig, dass Corbijn immer noch darauf besteht, ein Underground-Fotograf zu sein und nichts mit den Produzenten hermetischen Glamours gemein zu haben – zumindest, wenn man Underground nicht mit Erfolglosigkeit und Nichtbeachtung gleichsetzt, sondern als Synonym für die Subversität der Arbeitsweise nimmt. Denn die Verabredungen des Mediums Fotografie unterläuft er nach wie vor, und einer der Effekte seiner Subversivität ist, dass seine Fotos erstaunlich langsam altern.”

Antoncorbijn1

 

Foto: Tom Waits (c) Anton Corbijn

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Wir freuen uns sehr, dass uns auch immer mehr Leute auf Google+ in ihre Kreise aufnehmen. Je nachdem, welche Statistik man betrachtet, erreichen wir gleich die 500er-Grenze. Hier sind es noch ein paar weniger:

Statistik

Im Moment scheinen die Türen zu Google+ wieder einen Spalt offen zu sein. Wer also noch eine Einladung braucht, um sich dort selbst umzuschauen, kann sich gerne an mich wenden (E-Mail-Adresse nicht vergessen!). Ansonsten freuen wir uns über jeden, der uns in seine Kreise aufnimmt und versprechen auch auf Google+ interessante Diskussionen, Denkananstösse und einen Blick hinter die Kulissen des NRW-Forums.

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Mit vielen Beispielen von A bis Z wollen wir jeden Freitag Projekte des NRW-Forums aus den vergangenen Jahren noch einmal aufblitzen lassen. Heute geht es mit dem Buchstaben “B” wie “Blaschka” weiter. Die Ausstellung vom 9. 12. 2005 bis 5. 3. 2006 zeigte botanische Installationen.

Natur als Kunst: Auf den ersten Blick wirken sie ganz und gar nicht wie Sehenswürdigkeiten: ein Thymianzweig mit winzigen weißen Blüten oder ein kleiner Tintenfisch. Auf den zweiten Blick zeigt sich: Sie sind nicht echt. Ein Triumph der Kunst über die Natur. Diese Unikate sind Arbeiten von zwei Dresdner Kunsthandwerkern, Leopold Blaschka (1822-1895) und seinem Sohn Rudolf Blaschka (1857-1939). Die Blaschkas haben Museen für Naturgeschichte und Universitätsinstitute mit erstaunlich naturgetreuen Glasmodellen auch anderer, nicht leicht zu konservierender Organismen beliefert. Viele Sammlungen an verschiedensten Orten – zum Beispiel die des Zoologischen Instituts der Humboldt-Universität Berlin – besitzen noch heute einige Exemplare der exquisiten Blaschka-Modelle von wirbellosen Meerestieren.

Die gläsernen Quallen und See-Anemonen erscheinen uns wie Wunderwerke. Denn im Fall der Meerestiere kommt die durchsichtige Zartheit der Natur der des Glases sehr entgegen. Rudolf und Leopold Blaschka: Das Glasaquarium“ – hieß unsere Ausstellung. Sie umfasste 64 der schönsten Glasmodelle von Leopold und Rudolf Blaschka aus Glasmuseen in Sunderland und Cardiff in Großbritannien – sie waren in von unten beleuchteten Schaukästen ausgestellt und entfalteten so ihre beeindruckende Schönheit besonders dramatisch.

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Die Abbildung zeigt das Glasmodell einer Krake „Octopus vulgaris“, Foto: NRW-Forum

 

 

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Mit vielen Beispielen von A bis Z wollen wir jeden Freitag Projekte des NRW-Forums aus den vergangenen Jahren noch einmal aufblitzen lassen. Heute geht es mit dem Buchstaben “A” wie “Azuma” weiter. Die Ausstellung vom 5.7. bis 3.8. 2008 zeigte botanische Installationen.

“Botanical Sculptures“ nennt der japanische Pflanzen-Künstler Makoto Azuma seine aufsehenerregenden Werke. Er fror für seine Ausstellung im zum Beispiel einen Bonsai-Baum in einen Eisblock oder steckte Blumen kopfüber in ein Aquarium. Azuma findet sein Pflanzenmaterial meist bei den großen, lokalen Blumenhändlern, für seltene Wildblumen unternimmt er gelegentlich auch Expeditionen. In der Freizeit entwickelt er neue Ideen: unterhält sich mit ausgebildeten Floristen und macht halbwissenschaftliche Experimente, etwa Blumenzucht in Beton. Azumas abstrakte, durchgeistigte Installationen verarbeiten Blumen und Pflanzen, aber es sind museumswürdige Kunstwerke und keine Gebinde für das häusliche Sideboard. Ein solches Verständnis von Botanik sprengt alle Grenzen.

Azuma

Foto: Shiki – ein Bonsai eingefroren in einem Eisblock (c) Makoto Azuma

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