Mit vielen Beispielen von A bis Z wollen wir jeden Freitag Projekte des NRW-Forums aus den vergangenen Jahren noch einmal aufblitzen lassen. Heute geht es mit dem Buchstaben “B” wie “Blaschka” weiter. Die Ausstellung vom 9. 12. 2005 bis 5. 3. 2006 zeigte botanische Installationen.

Natur als Kunst: Auf den ersten Blick wirken sie ganz und gar nicht wie Sehenswürdigkeiten: ein Thymianzweig mit winzigen weißen Blüten oder ein kleiner Tintenfisch. Auf den zweiten Blick zeigt sich: Sie sind nicht echt. Ein Triumph der Kunst über die Natur. Diese Unikate sind Arbeiten von zwei Dresdner Kunsthandwerkern, Leopold Blaschka (1822-1895) und seinem Sohn Rudolf Blaschka (1857-1939). Die Blaschkas haben Museen für Naturgeschichte und Universitätsinstitute mit erstaunlich naturgetreuen Glasmodellen auch anderer, nicht leicht zu konservierender Organismen beliefert. Viele Sammlungen an verschiedensten Orten – zum Beispiel die des Zoologischen Instituts der Humboldt-Universität Berlin – besitzen noch heute einige Exemplare der exquisiten Blaschka-Modelle von wirbellosen Meerestieren.

Die gläsernen Quallen und See-Anemonen erscheinen uns wie Wunderwerke. Denn im Fall der Meerestiere kommt die durchsichtige Zartheit der Natur der des Glases sehr entgegen. Rudolf und Leopold Blaschka: Das Glasaquarium“ – hieß unsere Ausstellung. Sie umfasste 64 der schönsten Glasmodelle von Leopold und Rudolf Blaschka aus Glasmuseen in Sunderland und Cardiff in Großbritannien – sie waren in von unten beleuchteten Schaukästen ausgestellt und entfalteten so ihre beeindruckende Schönheit besonders dramatisch.

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Die Abbildung zeigt das Glasmodell einer Krake „Octopus vulgaris“, Foto: NRW-Forum

 

 

Posted via email from NRW-Forum Düsseldorf

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