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In vielen Beispielen von A bis Z wollen wir verschiedene Projekte des NRW-Forums aus den vergangenen Jahren noch einmal aufblitzen lassen. Immer wieder mit einem anderen Beitrag. Heute „F“ wie „Fliegen“.
Erinnern Sie sich noch an unsere Ausstellung ” Die Kunst zu fliegen – in Film und Fotografie”, die wir 2004 gezeigt haben? Geschwindigkeit, Motoren, Fotografie und Film waren im letzten Drittel des 19. und dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts die alles beherrschenden Phänomene.
Ihre Erfindungen gingen weit über jede damals herrschende Vorstellungskraft hinaus und revolutionierten die Kommunikation, die künstlerische Sehweise und vor allem auch das Bewusstsein der Menschen. Die Fotografie ermöglichte, das „Unvorhergesehene“sichtbar zu machen,also Ereignisse, die das menschliche Auge selbst nicht wahrnehmen konnte. Die sogenannte Momentfotografie und in der Folge die Chronofotografie und dann der Film unterschritten die Wahrnehmungsschwelle des bloßen Auges.
So ermöglichte die Fotografie einerseits die Aufnahme der Vogelschwingen im Flug oder der Windströmungen an Flügeln und beschleunigte damit die Entwicklung des Flugzeugs. Anderseits lieferte die Aviation die Vorraussetzung für das Luftbild und erschloss damit eine neue Sicht der Welt, die wiederum Kunst und Architektur revolutionierte. Das Fliegen wurde Gegenstand und Medium von Fotografie und Film. „Das Kino und die Fliegerei gehen Arm in Arm durchs Leben, sie sind am selben Tag geboren.“, rief der Maler Fernand Leger begeistert aus.
Nicht das einzige Mal, dass sich Technik und Kunst so verbunden haben -bis hin zum heutigen Tag, wo die Digitalisierung neue Formen von Kunst, Video und Fotografie hervorruft. Das war auch für uns eine spannende Ausstellung mit höchst fragilen Fotonegativen, Fotoabzügen, Stereofotografien aus der Frühzeit der Fotografie, bis zum ersten Farb-Nachrichtenfoto in einer Tageszeitung, das per Funk übertragen wurde: vom brennenden Zeppelin. (Siehe Abbildung)
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