bild-1-lucaIn unserem letzten Post haben wir schon darauf verlinkt, hier das Interview mit Luca Gadjus noch einmal vollständig, weil es so schön ist und weil Julia Christian von fashionlab es uns dankenswerteweise zur Verfügung gestellt hat:

Luca Gadjus ist Muse und Mutter. Ersteres von Karl, Letzteres von Gustav. Die gebürtige Hamburgerin zählt zu den meistgebuchten deutschen Models, unterschrieb mit 17 Jahren einen Prada-Exklusivvertrag und ist der Modebranche gegenüber so unaufgeregt, wie es sich Roger Willemsen von Heidi Klum wohl beim Nachtgebet wünscht. Keine Vermarktungsmaschinerie, fast keine öffentlichen Auftritte, nur ihr feenhaft entrücktes Gesicht mit den stahlblauen Augen auf Covern von Vogue oder Harper’s Bazaar, in Kampagnen von Hussein Chalayan oder Louis-Vuitton-Kampagnen oder auf dem Laufsteg bei Balenciaga, Alexander McQueen oder Chanel. Anlässlich der Ausstellung „Catwalks“ im NRW-Forum sprachen wir mit der 25-Jährigen über Mood-Whisperer, die spektakulärsten Laufstege und antike Masturbationsaccessoires. weiter »

Post to Twitter Tweet This Post

© Marcio Madeira

© Marcio Madeira, weitere Bilder auf style.com

Er gilt als Exzentriker und Bad Boy der Modewelt, die er oft genug mit seinen Catwalk-Schauen vor den Kopf gestoßen hat: der britische Designer Alexander McQueen. Seine frühen Kollektionen waren nach einhelliger Meinung untragbar, besaßen aber einen Schockmoment, vergleichbar jenem, mit dem Künstler wie Damien Hirst die Kunstszene der 1990er Jahre aufmischten: Er schickte seine Models mit zerfetzten Kleidern und Theaterblut beschmiert auf den Laufsteg oder ließ Reifenspuren auf die Stoffe drucken, aggressive, künstlerische Kommentare zu der Zeit, in der er lebt.

Doch in den letzten Jahren ist auch er zahmer geworden, freundlicher. Er habe sich darauf besonnen, sagt er in einem Interview gegenüber dem kanadischen Sender Fashion Television, dass seine Welt die Mode sei, und die müsse nun einmal geliebt, müsse poetisch sein. Das zeigen seine Entwürfe der letzen Jahre deutlich, doch die Schauen sind nicht weniger spektakulär und in Ihren Aussagen eher noch komplexer geworden: weiter »

Post to Twitter Tweet This Post

laserkleider

© Moritz Waldemeyer

Hussein Chalayan ist ein Modedesigner, der für seine hochexperimentellen Entwürfe neueste Techniken einsetzt und seine Modenschauen nicht zuletzt dadurch zu wahren (Licht-)Spektakeln werden lässt. Die Erfindungen, die nötig sind, um Videoprojektionen (für “Airborne” 2007) oder Laser (für “Readings” von 2008) in Kleidungsstücke zu integrieren, macht er aber nicht selbst. Der Kopf dahinter ist der österreichische Lichtdesigner Moritz Waldemeyer, der neben Chalayan auch schon Bono von U2 oder die schwedische Rockband “OK Go” mit grandiosem Lichtwerk ausgestattet hat. Kathrin von twoforfashion hat mit dem österreichischen Designer gesprochen und ihm ein paar Fragen zur Entwicklung seiner bühnentauglichen Laser- und Videokleider gestellt.


Weitere Bilder nach dem Sprung: weiter »

Post to Twitter Tweet This Post

aud02

© 2008 rAndom International

“Audience” nennt die Designgruppe Random International ihre Installation seltsamer Spiegelwesen, die auf der vor gut zwei Wochen zu Ende gegangenen Design Miami Basel ausgestellt wurde. Die beweglich an Standfüßen befestigten Spiegel in der Größe eines menschlichen Kopfes werden durch Sensoren gesteuert und richten sich auf das Gesicht von Personen aus, die in den Erfassungsbereich der Signalmesser treten. Sobald die Spiegelwesen das “Interesse” an dem Neuankömmling verlieren, wenden Sie sich wieder ab und drehen sich einander zu. Läuft man schnell vor den Wesen auf und ab, erhält man den Eindruck, über einen Catwalk zu laufen, doch im Publikum sieht man – nur sich selbst.

Hier ein wunderschönes Video:

Royal Opera House: Audience. from rAndom International on Vimeo.

Aber nicht nur der Kunst-, auch der Modewelt ist ein solch reflektierter Umgang mit Spiegeln geläufig: Alexander McQueen zum Beispiel konfrontierte im Jahr 2001 die Besucher seiner Frühjahr-Sommer-Modenschau “Voss” mit ihrem eigenen Konterfei, indem er einen verspiegelten Kasten auf den Laufsteg stellte und so im Publikum ein intensives, paranoides Selbstbewusstsein erzeugte. Welche Rolle spielen in dieser Inszenierung die Mode und der Laufsteg? Stiften sie Indentität oder verwirren sie sie?

Hier ein Video von McQueens “Voss”-Show:

Post to Twitter Tweet This Post

mg_imgWer für seine tägliche Dosis an Inspiration auf die Looks gekonnter Streetstyle-Fotos setzt und gerade Zeit für einen Trip nach München hat, sollte sich dort in der Temporary Gallery die Ausstellung “Visions – In an Absolute World” anschauen. Die 121 Arbeiten von elf internationalen Stil-Bloggern – darunter Bryanboy, Facehunter, The Cobrasnake, Glamcanyon, f&art, der Styleclicker und Les Mads, sind noch bis zum 24. Juni zu sehen. Zur Eröffnung war ein Kamerateam von Vogue TV vor Ort und befragte die versammelte Blogger-Elite nach ihren persönlichen Vorlieben und dem eigenwilligen Style der Straße.
Das Video gibt es hier, Bilder von der Vernissage – aufgenommen natürlich von den Bloggerinnen und Bloggern selbst – hier und hier und hier.

picture-3

Post to Twitter Tweet This Post

006-catwalks

2005 feierte das Haus Dior seinen 100 Geburtstag mit einer so opulenten wie spektakulären Modenschau. © Dior

Der Begriff des Spektakels fällt schnell, wenn man heute über Mode spricht. Auf den weltweit abgehaltenen Fashion Weeks überbieten sich Halbjahr für Halbjahr die Top-Designer mit der Inszenierung ihrer Kreationen. Immer selbstverständlicher steht dabei nicht mehr die Mode selbst im Mittelpunkt, sondern deren Darstellung auf dem Laufsteg. Ob Alexander McQueens dramatische Inszenierungen, die grandiose Märchenwelt zu Diors Jubiläum, Dries van Notens festlich gedeckter Dinner-Table als Laufsteg oder John Gallianos künstlicher Schneesturm: Durch Bühnenzauber werden die Affekte der Zuschauer verstärkt und Kleidsames erlangt die Aura des Einmaligen.

Ein Blick in die Geschichte zeigt jedoch, dass Mode schon seit jeher mit dem Spektakel auf der Bühne verknüpft war, zunächst an den europäischen Adelshöfen, dann auch an einem zentralen Schauplatz bürgerlicher Selbstdarstellung, den Theatersälen des 19. Jahrhunderts. Mode also als ein Inbegriff des Spektakulären: das wollen wir ab Ende Juli in unserer Ausstellung Catwalks erfahrbar machen. In 3-D-Videoprojektionen werden wir die im Wortsinne spektakulärsten Modenschauen der vergangenen Jahre in Szene setzen und den Besucher zu einem Teil des “Théâtre de la Mode” werden lassen.

Post to Twitter Tweet This Post

Nach dem Interview, das das Design-Magazin Frame anlässlich unserer Ausstellung U.F.O. mit Richard Prince geführt hat, hier noch der Auszug aus einem weiteren Gespräch von Frame mit dem Münchner Designer Clemens Weisshaar über sein Verhältnis zur Kunst und zum Design:

Frame: The U.F.O. exhibition focuses on the question: Where does design end and art begin? Do you have an answer?
Clemens Weisshaar: I grew up in a country [Germany] where the separation of arts – Trennung der Künste – has been celebrated with almost religious bigotry. Today we can happily report that a lot of interaction, cross pollination and osmosis is occurring among the sometimes overlapping fields and subcategories that exist within art, architecture, design, fashion, sciences, etc. It is at the intersections of the various fields that some of the most interesting work is being produced.

Hier das vollständige Interview.


Post to Twitter Tweet This Post

stax

Stax, Skate Study Houses, 2008

Stuhl erkannt? Ganz recht, es ist nicht nur das edle Walnussfurnier, dass einen bei diesem Entwurf des Designers Gil Le Bon De LaPointe an Möbel von Charles Eames denken lässt. Zusammen mit seinem Kompagnon Pierre Andre Senizergues hat De LaPointe den ikonischen Lounge Chair Wood des großen Designers nachempfunden. Und zwar mithilfe von Skateboarddecks.

Die Konzeptmöbellinie mit dem (lustig) klingenden Namen Skate Study Houses wurde 2008 erstmals vorgestellt. Die Referenz im Namen ist Programm: Wie in der Serie von Musterhäusern, die zwischen 1945 und 1966 im Großraum von Los Angeles durch einige der bekanntesten Architekten und Designer jener Zeit verwirklicht wurde, setzt man bei den Möbeln auf die klaren Formen der kalifornischen Nachkriegsmoderne – und verknüpft das Ganze mit den Wurzeln der designaffinen Skateboardkultur.

Und da es heute im Design um Nachhaltigkeit geht, werden die neuesten Entwürfe von De LaPointe aus Abfall hergestellt: Die Verschnittreste aus der Skatboardproduktion lassen sich hervorragend zu Regalen stapeln und zu Tischen kombinieren. Und das Schöne daran: Jedes Stück ist ein Original:

cobble_chair

Cobble Chair, Skate Study Houses, 2009

Weitere Bilder nach dem Sprung:

weiter »

Post to Twitter Tweet This Post

Das Interiordesign-Magazin Frame hat anlässlich unserer Ausstellung U.F.O. ein Interview mit Richard Prince geführt und ihn zum Verhältnis von Design und Kunst befragt. Hier ein Auszug:

Frame: What do you think of design entering the art world?
Richard Prince: The next environment. Great art. Great books. Great furniture. Great house. I look at furniture in a completely different way now. For me, it has more of a future.

What kind of future is that?
There will always be beautiful objects – anything from a piece of jewellery, a sofa or a chair to the first issue of Mad magazine in a plastic case. Whether it lasts or not depends on the plastic case.

Das vollständige Interview gibt es hier.

Post to Twitter Tweet This Post

04305901_100

“Es sind Gebäude wie diese, die den Menschen den Atem stehlen.” Gesprochen wird dieser Satz von einer Katze, einem Teil der Installation, mit der der britische Künstler Liam Gillick ab heute den deutschen Pavillion auf der Kunstbiennale in Venedig bespielt. Die sprechende Katzennachbildung sitzt auf einer modular aneinandergereihten Einbauküche aus hellem Fichtenholz, die sich durch den Haupt- und die zwei Nebenräume des in den 1930er-Jahren von den Nationalsozialisten aufgeprotzten Gebäudes ziehen. weiter »

Post to Twitter Tweet This Post