ZEVS ist ein anonymer französischer Street Artist. Weltweit bekannt wurde er 2002, als er in Berlin aus einem gigantischen Blow Up-Poster, das für Lavazza warb, das Model ausschnitt und über das Poster schrieb: “VISUAL KIDNAPPING – PAY NOW!” Und Lavazza zahlte und erhielt sein Model zurück!
In der Ausstellung “Radical Advertising” liquidierte er 2008 das Chanel-Logo vor den Augen der Preview-Besucher, wie immer vermummt und anonym. Seinen Namen ZEVS hat er im Übrigen von einem Zug übernommen, der ihn einmal fast überrollt hätte. Im Sommer 2009 wurde er in China verhaftet, nachdem er einen Armani-Store “aufgehübscht” hatte.
Während der Armory Show in NYC in diesem Jahr (läuft gerade) will er das NASDAQ-Logo “liquidieren” und dann will er noch im Picasso-Museum in Barcelona etwas mit der Marke Picasso© anstellen.
Da kann man ihm nur wünschen: Good Luck ZEVS. Schauen Sie sich seine Website an: http://www.gzzglz.com. Überraschung.
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Am 18. März erscheint die Autobiographie “Just Kids – Die Geschichte einer Freundschaft” von Patti Smith auf deutsch. Die Sängerin beschreibt darin vor allem ihre Zeit mit Robert Mapplethorpe in New York. Zur Einstimmung schon einmal ein paar Links:
- Ein großes Interview mit Patti Smith heute im “Kölner Stadtanzeiger” http://www.ksta.de/html/artikel/1264185896205.shtml
- Auf BBC Radio4 ist “Just Kids” derzeit das “Buch der Woche” mit einigen Live-Lesungen http://www.bbc.co.uk/programmes/b00qzh49
- Ein Podcast aus NYC http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=122582840 13 Minuten Lesung im Writer’s Block http://www.kqed.org/arts/programs/writersblock/episode.jsp?essid=27641 – gibt es auch bei iTunes http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?i=80598671&id=82023860&v0=twtcpn
- Eine persönlich gefärbte Besprechung mit Leseprobe im Annabelle-Blog http://backstage.annabelle.ch/2010/02/04/just-kids/
- Ein Blogbeitrag über die Verbindung zu unserer Ausstellung http://www.endoplast.de/2010/02/28/buch-patti-smith-schreibt-uber-die-zeit-mit-robert-mapplethorpe/
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Kategorisiert unter: Robert Mapplethorpe | Kommentare (0)Ralph Goertz, der Autor des wunderbaren biografischen Videos “Shapes” über Robert Mapplethorpe, hat jetzt eine kurze Preview durch die Ausstellung “Robert Mapplethorpe” im NRW-Forum gedreht. Der Blick schweift durch die minimalistisch inszenierten Ausstellungsräume und fährt über einzelne Bilder … und gibt so, ohne Worte, einen ersten Überblick über die Atmosphäre in der Ausstellung, über die Art und Weise der Installation. Die Auswahl von 150 Fotografien umspannt frühe Polaroids von 1973 bis hin zu Mapplethorpe’s letzten Selbstprotraits aus dem Jahr 1988, die ihn bereits gezeichnet vom nahen Tod zeigen, und präsentiert viele bekannte, geradezu ikonische Motive – aber auch bislang nie oder nur selten gezeigte Arbeiten. Sie schöpft aus dem Fundus der New Yorker Robert Mapplethorpe Foundation.
Schauen Sie sich den Film hier an, vielleicht animiert er ja zu einem Besuch der Ausstellung.
Robert Mapplethorpe – Retrospektive from nrwforumduesseldorf on Vimeo.
Kategorisiert unter: Robert Mapplethorpe | Kommentare (0)Wer zur Ausstellung U.F.O. im NRW-Forum den Film über den Designer Ron Arad auf Youtube sah, fühlte sich in die Hölle versetzt: Funken sprühten, Männer mit Lederschürzen und Gesichtsschutz polierten riesige Metall-Objekte. Das war die Schmiede des Bösen. Die Objekte für die Ausstellung, sogenannte “Bodyguards” – polierte Edelstahl-Objekte, Sessel – waren so schwer, dass wir sie mit 6 Leuten tragen mussten.
Jetzt hat Ron Arad einen seiner schweren Metallstuhl-Entwürfe aus transparentem Kunststoff hergestellt: “Well Transparent Chair” genannt, in einer limited edition von 100. Zu sehen und zu kaufen in der Timothy Taylor Gallery in London.

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2005 zeigten wir in einer umfassenden Ausstellung das fotografische Werk von Elliott Erwitt und seine gerade von der Berlinale ausgegrabenen Filme. Erwitt (geboren am 26. Juli 1928 in Paris) ist immer noch sehr aktiv. Mit einem Augenzwinkern beklagt er sich, dass er noch nie so busy war wie heute – weder als kommerzieller Fotograf, noch als Künstler-Fotograf.
Seine Buchpublikationen sind legendär, sowohl was ihre Zahl als auch was ihren Umfang angeht. Eins erschien sogar unter dem Pseudonym “André S. Solidor”. Eine grössere Ausstellung eröffnete gerade in Paris im M.E.P. (Maison Europeen de la Photographie) und ist dort noch bis zum 4. April zu sehen. Und im Herbst 2010 wird wieder ein Buch erscheinen, über die Stadt Paris, mit den Augen von Elliott Erwitt und über die letzten 55 Jahre. Das letzte Foto für dieses Buch schoß er vor einer Woche.

Die Abbildung zeigt Elliott Erwitt in seiner Ausstellung im NRW-Forum 2005.
WDR 2 Mittagsmagazin zur Mapplethorpe-Ausstellung (zum anhören)
Robert Mapplethorpe
Informationen von Claudia Dichter
Der amerikanische Fotograf Robert Mapplethorpe (1946-89) ist einer der provokantesten Künstler der 20. Jahrhunderts. Mit seinen zum Teil pornografischen, homoerotischen Aktfotos schockierte er das Publikum in den 70er Jahren, wurde aber bald ein gefragter Portraitfotograf, der die New Yorker Kulturszene vor die Linse holte. Ob Patti Smith, Andy Warhol oder Grace Jones, alle ließen sich Mapplethorpe fotografieren. Das NRW-Forum Düsseldorf zeigt jetzt eine Auswahl von 150 Bildern aus allen Schaffensphasen: Portraits und Selbstportraits, Aktfotografien, Blumenaufnahmen, Portraits und fotografischen Aufnahmen von Skulpturen. Sie schließt frühe Polaroids ebenso ein, wie die Selbstportraits, die kurz vor seinem Tod entstanden sind.
Mobilphone-Guide
Die Ausstellung wird von einem wirklich gut gemachten neuartigen Mobilphone-Guide begleitet: Jeder Besucher kann im NRW-Forum (zum Ortstarif) mit seinem Handy Kommentare zu den Themenräumen und zu einzelnen Werken der Ausstellung abrufen. Man kann sich den Audioguide auch von der homepage runterladen.Achtung: Wegen der vielen, eindeutig sexuellen und homoerotischen Fotos ist die Ausstellung erst ab 16 Jahren zugänglich.
Robert Mapplethorpe
NRW-Forum Düsseldorf
Ehrenhof 2
40479 DüsseldorfÖffnungszeiten: Di – So: 11 – 20 Uhr, Fr: 11 – 24 Uhr
6. Februar – 15. August 2010WDR 2 BeitragWerke aus allen Schaffensphasen
Im WDR 2 Mittagsmagazin bei Moderator Tom Hergermann vermittelt WDR 2 Kritikerin Claudia Dichter einen Eindruck vom Schaffen des amerikanischen Fotografen Robert Mapplethorpe.WDR 2 Kritiker: Robert Mapplethorpe in Düsseldorf (12.02.10)
Lob von Radioleuten für unseren Audioguide. Gut zu hören!
Tatsächlich spiegelten eine Menge der Fotos Mapplethorpes exzessives Leben wider. Radikal inszenierte er seine optischen Ausflüge in die New Yorker Subkultur und zeigte der Welt, dass sich auch Sadomaso-Praktiken ästhetisch darstellen lassen. Seine Kamera schreckte vor nichts zurück, nicht vor Homosexualität, nicht vor der Gegenüberstellung von Penissen und Blumen, nicht vor sexuellen Aktaufnahmen und nicht vor einem Selbstporträt, das eine Bullenpeitsche in seinem Anus zeigt.
Mit Bildergalerie
Auch im Fernsehen wird über unsere Mapplethorpe-Ausstellung berichtet. Hier zwei Beiträge des WDR, die in der Mediathek des Senders online betrachtet werden können.
Hier geht es zu dem Beitrag in der WDR-Mediathek
Motive, die polarisieren
Auf seinen Aktfotos sehen Menschen aus wie Skulpturen: Robert Mapplethorpe war einer der großen Fotokünstler des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Bilder sind bis heute umstritten: Kunst oder Pornografie? Das NRW-Forum widmet Mapplethorpe eine große Ausstellung.
Hier geht es zu dem Beitrag in der WDR-Mediathek
Sexualität und Tod, Glamour und Gier
Von den Sexclubs des Underground führt seine Spur in die Salons der Milliardäre, zu den Tophits bei den Auktionen und in den Olymp der Kunstgeschichte: Robert Mapplethorpe. Ihm ist es zu verdanken, dass Fotografie ein ernst zu nehmendes Medium des Kunsthandels wurde. Sein exzessives Leben und sein früher Tod durch AIDS spiegeln den Zeitgeist und das Trauma des ausgehenden 20. Jahrhunderts wider. Das NRW-Forum in Düsseldorf würdigt nun sein außergewöhnliches Werk.
Kategorisiert unter: Presse, Robert Mapplethorpe | Tags: Mapplethorpe, WDR, WESTART | Kommentare (0)Wildgewordenes Art Deco mit homosexuellem Thrill oder sachlich, brillant und handwerklich perfekt betriebene Körper- und Objekt-Fotografie? Man übersehe nicht die auf die Spitze getriebenen skulpturalen Manierismen in der Nachfolge der Neuen Sachlichkeit und der “straight photography” etwa eines Edward Weston – und den Aids-Mythos. Denn Robert Mapplethorpe, Kult-Fotograf der zur Zeit im Düsseldorfer NRW-Forum zu sehenden Werkschau, gehörte 1989, vergleichbar Keith Haring, zu den ersten Aids-Toten der amerikanischen Subkultur. Dass er zu Lebzeiten und noch lange danach in Amerika oftmals öffentlich geschmäht wurde, bleibt angesichts ganz anderer Abgründe der so genannten westlichen Zivilisation bemerkenswert.
Fotograf Helmut Newton äußerte einmal im Gespräch, dass er keinen “dreckigeren Begriff” kenne als “guter Geschmack”. Aber auch dies muss nichts heißen. Die Werbe-, Mode- und Lifestyle-Fotografie hat die Bilderflut seit dem Tod des 1946 geborenen US-Fotografen Mapplethorpe ordentlich anwachsen lassen, Hemmschwellen heruntergesetzt und das moralische, nicht minder qualitative Sensorium nivelliert, ohne dabei nicht auch Hochrangiges zurück zu lassen. Jede Zeit schafft sich ihren Akzeptanz-Kodex.
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