Mit vielen Beispielen von A bis Z wollen wir jeden Freitag Projekte des NRW-Forums aus den vergangenen Jahren noch einmal aufblitzen lassen. Heute geht es mit dem Buchstaben “A” wie “Architekturfotografie” weiter. Die Ausstellung vom 27.1. bis 6.5.2007 zeigte die “Spectacular City” auf Papier.
In unseren Tagen wird die beste Architektur oft nicht gebaut, sondern auf Hochglanzpapier gedruckt und bestaunt. Spektakuläre Fotografien porträtieren Schönheit und Potenzial urbaner Landschaften, berühmter Bauwerke und menschenleerer Straßen. Spectacular City betrachtete die städtische Welt aus der Perspektive der besten zeitgenössischen Fotografie. Die Ausstellung zeigte, dass sich die Bilder von unseren Städten wandeln, berichtete von diesem Prozess und leistete damit einen besonderen Beitrag zur Ästhetik unserer Zeit. Die ausgestellten Fotografien hielten den Bildgegenstand nicht einfach nur fest, sondern manipulierten, konstruierten oder rekonstruierten ihn. Dadurch gewährten sie einen Blick auf Dinge, die wir womöglich übersehen, die in unserer schnell sich wandelnden Welt aber latent vorhanden sind. Mit dieser Methodik schafften die Künstler einen Mythos um das moderne Großstadtleben.
Gezeigt wurden rund 100 Fotografien aus den letzten zehn Jahren von international berühmten Künstlern wie Andreas Gursky, Thomas Struth, Thomas Ruff und Olivo Barbieri, Thomas Demand, Andreas Gefeller, Heidi Specker, Michael Wesely, Todd Hido – um nur einige der bekanntesten zu nennen. Darunter, das mag nicht überraschen, eine Vielzahl von Fotografen, die an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert haben.
Das Foto zeigt den Neubau des MoMA in New York über seine gesamte Bauzeit in einer einzigen Aufnahme: Michael Wesely, The Museum of Modern Art, New York, 2001-2004, NAI Rotterdam
Was hat Mode mit Architektur zu tun?

Norman Fosters Hearst Building, widergespiegelt in Gareth Pughs Frühjahrskollektion '09.
Mode, auch die teure, entsteht in Auseinandersetzung mit der Alltagswelt. Das hat zuletzt eine Ausstellung über das Verhältnis von Arbeitskleidern und Haute Couture gezeigt. Aber auch so etwas vergleichsweise Sperriges wie Architektur hat einen Einfluss auf Modeentwürfe, wie nun in einem kleinen Dossier nachzulesen ist, das Amy Thomas auf dem Lifestyle-Blog der New York Times gepostet hat. Im vergangenen Jahr behandelte die Londoner Ausstellung “Skin + Bones: Parallel Practices in Fashion and Architecture” dieses Thema ausgiebig. Beteiligt war dort auch der avantgardistische Modemacher Hussein Chalayan, für den moderne Architektur eine von vielen Inspirationsquellen ist.


