Im amerikanischen Sprachgebrauch versteht man unter einem „Maverick“ einen Freigeist, jemanden, der gegen den Strom schwimmt und seinen eigenen Kopf hat. Schaut man sich die Herkunft des Begriffes an, entdeckt man Erstaunliches: Er geht zurück auf den texanischen Viehzüchter Samuel Augustus Maverick (1803–1870) und ist eng verknüpft mit der Geschichte des Brandings. Zu einer Zeit, als in den Schlachthöfen von Chicago erfahrene Einkäufer die Qualität des Fleisches an den Brandzeichen der Rinder ablasen, entschloss sich Maverick, seine Tiere als einzige nicht mit einem Brandzeichen zu versehen, und machte sie dadurch umso besser erkennbar. Der Freigeist in der amerikanischen Kultur wurde offenbar aus der Idee geboren, Branding durch Nichtbranding zu betreiben.
Diese und andere denkwürdige Episoden aus der Geschichte der Markenzeichen finden sich in einem lesenswerten Überblicksartikel des Unternehmensberaters Steven Kroeter auf designobserver.com, dem Blog des renommierten Designkritikers und Gründers der Zeitschrift Eye Magazine, Rick Poynor. Für alle, die sich einen ersten Überblick zu dem Thema verschaffen wollen, eine empfehlenswerte Lektüre.

