Was ist Ihre Definition von Design? Philippe Garner
What is design?
The design process is the considered solution of practical problems to create an object or concept that serves a particular function effectively.
Is design an expression of art?
It can be, since design can inspire as well as serve. But this is nothing new. History reveals that most ancient cultures did not feel the need to classify creativity in any rigid way. Most art served a practical, social purpose – not least that of impressing and inspiring awe.
Philippe Garner, Design-Spezialist bei Christies, London

Auktionsergebnisse, Christies November 2008, Auszug
Was ist Ihre Definiton von Kunst? Richard Prince
What is your definitinon of art?
Art is the last place on earth that God didn’t finish.
Is design an expression of art (an art form?)
If it came down where you’d have to eat a painting…. the design of the painting would help it taste better.
Richard Prince, Künstler, New York
Auf stylepark.com geht die Diskussion weiter: drei Antworten von Richard Prince auf drei neue Fragen!
Was ist Ihre Definition von Design? Studio Job
What is your definition of design?
Design is not art
Is design an expression of art (an art form?)
Design is not art
Studio Job, Antwerpen

The last supper (service) pot, © Studio Job, Antwerpen
Was ist Ihre Definition von Design? Charles Eames
What is your definition of design?
A plan for arranging elements in such a way as to accomplish a particular purpose.
Is design an expression of art (an art form?)
The design is an expression of the purpose. It may (if it is good enough) later be judged as art.

Interview mit Thomas Wagner von Stylepark

Richard Prince: Nurse Hat Chair. UFO des Tages vom 10 April
Für unsere Ausstellung U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design sind wir eine Medienpartnerschaft mit der Designplattform Stylepark.com eingegangen. In dem folgenden Interview sprachen wir mit Thomas Wagner, dem Chefredakteur von Stylepark, über unsere Medienpartnerschaft und die Frage nach den Grenzen zwischen Kunst und Design. Thomas Wagner war lange Zeit Kulturredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wo er sich mit der Schnittstelle zwischen beiden Bereichen beschäftigte.
NRW-Forum: Zunächst möchte ich Sie bitten, sich vorzustellen. Was machen Sie, Herr Wagner, was macht Stylepark?
Thomas Wagner: Stylepark ist entstanden als Produktdatenbank im Internet, auf der High-End-Designfirmen sich und ihre Produkte präsentieren. Außerdem betreiben wir eine Internetplattform zu aktuellen Themen des Designs, aber auch zu kulturellen und zu Kunstthemen. Ich selber bin seit etwa anderthalb Jahren bei Stylepark unter anderem dafür zuständig, diese Plattform auf der redaktionellen Seite mit aufzubauen.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, Themen des Designs in die Öffentlichkeit zu bringen. Das geschieht zum einen dadurch, dass wir Produkte vorstellen oder man in unserer Datenbank nach bestimmten Produkten und Produktgruppen suchen kann. Wir beraten aber auch große Firmen, oft zusammen mit Designern, und haben nun auch eine Rubrik, die sich mit neuen Materialien befasst. Außerdem werden wir bald einen Bereich anbieten, der sich um Architektur dreht und um alle Dinge, die Architekten brauchen können. Und schließlich haben wir immer auch Events geplant. Da erinnert man sich vielleicht an die Möbelmesse in Köln. Dort gab es lange Jahre „Stylepark in Residenz“. Zuletzt gab es im vergangenen Jahr zum dritten Mal „The Design Annual“ zusammen mit der Messe Frankfurt als große Messe für avanciertes Design.
Sie sind sowohl Kunstkritiker als auch Designkritiker. Was ist für Sie das Spannende an Design?
Das ganz Wichtige für mich an Design ist, dass es im Unterschied zur Kunst nicht auf das Nutzlose setzt, sondern immer angehalten ist und sich immer in der prekären, aber auch spannenden Situation befindet, an der Schnittstelle zwischen Kunst und Ökonomie zu agieren. Sie können sich leicht vorstellen: Innerhalb eines Wirtschaftssystems wie dem unseren, das auf Verwertbarkeit setzt, ist Design als die „angewandte“ Form von Kunst natürlich ein Bereich, der in den letzten Jahren immer stärker in den Vordergrund gerückt ist. Daraus ergibt sich auch das Thema: Wie verhalten sich Kunst und Design zueinander? Die Frage hat mich seit vielen Jahren beschäftigt und wird mich auch weiter beschäftigen. weiter »
Gespiegelte Stühle von Kai Linke – Ist das Design?
Bei Stühlen sollte es eigentlich keine Frage sein, ob sie Design sind oder Kunst. Stühle sind so etwas wie der Inbegriff des Funktionalen. Entweder man kann darauf sitzen, dann sind sie brauchbar und zählen nach landläufiger Meinung zum Design. Oder man kann es nicht, dann sind sie noch lange keine Kunst, aber auf keinen Fall Design. Was aber, wenn ein Designer mit Diplom Stühle kreiert, auf denen man beim besten Willen nicht sitzen kann? Der Offenbacher Kai Linke ist so einer. In seiner neuesten Serie bringt er unsere guten alten Gartenstühle aus Plastik in verstörende Formen, indem er sie an verschiedenen Achsen spiegelt und die Hälften neu zusammenfügt. Die Ergebnisse sind erfrischend ambivalent, der Gartenstuhl, der eigentlich nichts anderes kann, als uns zum Sitzen zu dienen, verweigert sich dieser Funktion. Und besitzt dabei etwas rätselhaft Filigranes, dass ihn als Skulptur begehrenswert werden lässt. Linke steht noch am Anfang seiner Karriere, aber die Fragen, die er stellt, haben schon Gewicht.
Weitere Fotos nach dem Sprung: weiter »
Ron Arad in der Timothy Taylor Gallery in London
Einige neue Arbeiten des in Israel geborenen Designers und Architekten Ron Arad sind derzeit in der Timothy Taylor Gallery in London zu sehen. Arad ist bekannt für seinen spielerischen Umgang mit Formen und die Verwendung modernster Techniken für seine Objekte, die zwischen Design und Kunst changieren und sich einer eindeutigen Bestimmung entziehen. Einige ikonische Arbeiten des Designers, etwa die “Box in four movements”, werden ab Mai auch in unserer Ausstellung U.F.O. präsentiert.
Ron Arad war von 1994 bis 1997 Professor für Produktdesign an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Seit 1997 ist er Professor am Royal College of Art in London, zunächst für Möbeldesign, später für Produktdesign. Die Frage, ob seine Entwürfe Kunst oder Design seien, ist für ihn unbedeutend. Er sagt: “The division is between hideous boring things and exciting things.”


