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Kossaibati: "Talk about diversity! This punk muslimah is from Helsinki, Finland. Would you try this look out?"

Modeblogs sind mittlerweile eine feste Größe, wenn es darum geht, Trends aufzuspüren und den neuesten Style zu diskutieren. Fernab der großen Magazine tragen sie so zur Meinungsbildung in Modedingen bei. Auch junge Musliminnen nutzen zunehmend diese Möglichkeit und sehen das Modebloggen als Ausdruck eines neuen Selbstbewusstseins.

Der Blog “hijabstyle” von Jana Kossaibati ist dafür ein gutes Beispiel. Seit gut eineinhalb Jahren stellt die junge Medizinstudentin aus London auf ihrem Blog Entwürfe muslimischer Designerinnen vor, spürt dem Streetstyle modebewusster Musliminnen nach, gibt Kaufempfehlungen und diskutiert die verschiedenen Arten, einen Hidschab zu tragen.

Aber Jana Kossaibati richtet sich mit ihrem Blog nicht nur an Frauen, die das Kopftuch ohnehin schon tragen. In einem Kommentar erkundigt sich zum Beispiel eine nichtmuslimische Leserin zaghaft nach der Kleiderordnung in den Golfstaaten. Sie habe vor, nach Saudi Arabien zu reisen, und um sich auf den Aufenthalt dort vorzubereiten, wolle sie sich über den Gebrauch von Kopftuch und Abaya, dem traditionellen knöchellangen Übergewand, informieren, vor allem über Regeln, die man beim Tragen beachten muss. Kossaibati antwortet mit einem Artikel zu dem Thema, und zwischen beiden entsteht ein Gespräch, in dem kulturelle Gräben keine Rolle spielen, nur Neugier auf das jeweils andere.

Manche Leserinnen stoßen auf Kossaibatis Blog, weil sie konvertieren wollen und sich nun die Frage stellen, ob sie als Muslima auf modischen Chic verzichten müssen. Derartige Bedenken kann Kossaibati mit ihrer Sammlung an farbenfrohen und raffiniert geschnittenen Kombinationen spielend ausräumen und bekommt dafür viel Lob von den Hilfe suchenden Frauen. So kommt es, dass aus dem Modeblog für gläubige Musliminnen für Augenblicke mal ein Forum des interkulturellen Austauschs wird, mal ein Ort für konkrete Lebenshilfe.

Wenn derzeit auch viel über die kommerzielle Nutzung solcher Special-Interst-Blogs gesprochen wird – die Zahl der Werbebanner auf Kossaibatis Seite ist beachtlich –, zeigt sich an diesen Beispielen doch besonders, dass ein gemeinsames Interesse an der Mode auch Kulturen zusammenführen kann. Profitieren wird davon neben der Werbeindustrie vor allem die Gesellschaft.

Mehr zum Einfluss der Modeblogs auf die Modewelt und die Rolle muslimischer Bloggerinnen bietet ein Artikel von Dalika Krahe auf Spiegel Online.

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