02artschwager

Chair, 1965 - 2000, Acryl, Fotografie auf Papier und Holz, 102,9 x 52,1 x 50,8 cm, Edition von 6. Courtesy Monika Sprüth Philomene Magers, Berlin/London

Dies ist kein Stuhl, sondern eine Skulptur – oder ist es umgekehrt? Richard Artschwagers (geboren 1923) kistenartige Objekte können beides sein, oder auch beides nicht. Der Zweifel darüber, wie wir die Dinge ein- ordnen, ist das große Thema des Amerikaners, der seine Karriere als Tischler begann und sich mit seinen Möbelskulpturen einen Platz in der Kunstgeschichte zwischen Pop-, Minimal und Concept Art sicherte. Seine Skulpturen versieht er mit gemaserten Spanplatten, Acrylfarbe oder Resopal, und bildet auf ihnen etwa Tischbeine und einen imaginären leeren Raum darunter ab. Dabei kann es schon einmal passieren, daß so ein aufgemaltes Möbel sich plözlich platt an die Wand geworfen wiederfindet – als Relief. Das Spiel mit Zwei- und Dreidimensionalität gehört bei Artschwager ebenso dazu wie die Frage, ob etwas nun Malerei ist oder Skulptur, fiktiv oder real, Kunst oder Design. (Text: Ingolf Kern)

Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:

U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

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