Installationsansicht der Ausstellung „Radical Advertising“ mit Werbemotiven der Firma Sisley © NRW-Forum

Es raschelt in den Supplementseiten der Fashion- und Lifestyle-Magazine. Zum Jahreswechsel überbieten sich die Blätter mit provokativ-pikanten Zugaben. Hier davon zwei, die für ein wenig Stimmung unterm Weihnachtsbaum sorgen dürften. In ihrer Dezember-/Januarausgabe wartet die Vogue Paris auf mit einem Jahreskalender vom Agent Provocateur der Fashionfotografie, Terry Richardson, bekannt durch seine feucht-fröhlichen Sisley-Kampagnen. Für den Vogue-Kalender hat er nun vierzehn Star-Models in hübscher Pin-Up-Ästhetik abgelichtet – bekleidet mit, nennen wir es einmal, luftigen Dessous von Vuitton. Für Terrys Verhältnisse sieht das zwar fast schon ein wenig zahm aus, aber so kann man es sich wenigstens an die Wand hängen.

Richard Kern, auch nicht unbedingt ein Kind von Traurigkeit, hat für das Berliner Kunst- und Lifestylemagazin Monopol in die Vollen gegriffen. Für alle diejenigen, die ihr Weihnachtsgeschenk noch ein wenig aufpeppen wollen, hat er einen Bogen Geschenkpapier gestaltet, der es in sich in hat. Das Coverbild der Ausgabe, die Eingeweihten werden es sofort erkannt haben, stammt übrigens von Terry Richardson.

Zum Abschluss noch ein paar Weihnachtsmänner: Der britische Guardian hat zehn international renommierte Künstlerinnen und Künstler, darunter den deutschen Fotografen Jürgen Teller gebeten, den Weihnachtsmann neu zu interpretieren (das erinnert irgendwie an Andy Warhols De- und Rekonstruktion von Alltagsmythen, die noch bis vor kurzem im NRW-Forum zu sehen waren). Herausgekommen ist dies hier. Tellers Interpretation knüpft an seine Fotos aus der Serie “Märchenstüberl” an und unterstreicht noch einmal seine Position als ironiefähiger Dokumentar unter den Fashionfotografen: ungeschminkt, bis auf die Pausbäckchen und den Rauschebart.

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