Richard Prince im Interview mit Frame Magazine
Das Interiordesign-Magazin Frame hat anlässlich unserer Ausstellung U.F.O. ein Interview mit Richard Prince geführt und ihn zum Verhältnis von Design und Kunst befragt. Hier ein Auszug:
Frame: What do you think of design entering the art world?
Richard Prince: The next environment. Great art. Great books. Great furniture. Great house. I look at furniture in a completely different way now. For me, it has more of a future.What kind of future is that?
There will always be beautiful objects – anything from a piece of jewellery, a sofa or a chair to the first issue of Mad magazine in a plastic case. Whether it lasts or not depends on the plastic case.
Das vollständige Interview gibt es hier.

Installationsansicht der Ausstellung RICHARD PRINCE, 23. Oktober–29. November 2008 in der Galerie Patrick Seguin, Paris. Courtesy Gagosian Gallery, New York
Richard Prince (geboren 1949) ist der Vater der »Appropriation Art«. Die Idee, vorgefundenes Bildmaterial in neue Kontexte einzubetten, kam ihm während seines Jobs bei »Time-Life« in New York, wo er gedruckte Beiträge archivierte. Dabei sammelte er die Werbeseiten, fotografierte sie ab – und etablierte eine Methode, die für seine und die nachfolgende Künstlergeneration von wesentlicher Bedeutung war: Die Kunst des Sich-Aneignens – »Appropriation Art«. Die Wurzeln hierfür liegen im Beginn des 20. Jahrhunderts, als Marcel Duchamp das »Ready-made« erfand. Prince geht es allerdings um mehr als die Frage nach Originalität: Mit seinen Reproduktionen – Cowboys aus der Marlboro-Reklame, Autogrammkarten von Hollywood-Sternchen, auf Leinwand gebannte Thekenwitze – nimmt er die Oberflächlichkeit des amerikanischen Traums, den Stumpfsinn des Durchschnittskonsumenten und die Fragwürdigkeit des Freiheitsmythos’ ins Visier. Seine Möbelentwürfe rekurrieren auf seine eigene Sammlung von Büchern und Heftchen und auf seine jüngsten Bild-Motive: Krankenschwestern. (Text: Ingolf Kern)
Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:
U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009
Was ist Ihre Definiton von Kunst? Richard Prince
What is your definitinon of art?
Art is the last place on earth that God didn’t finish.
Is design an expression of art (an art form?)
If it came down where you’d have to eat a painting…. the design of the painting would help it taste better.
Richard Prince, Künstler, New York
Auf stylepark.com geht die Diskussion weiter: drei Antworten von Richard Prince auf drei neue Fragen!
Interview mit Thomas Wagner von Stylepark

Richard Prince: Nurse Hat Chair. UFO des Tages vom 10 April
Für unsere Ausstellung U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design sind wir eine Medienpartnerschaft mit der Designplattform Stylepark.com eingegangen. In dem folgenden Interview sprachen wir mit Thomas Wagner, dem Chefredakteur von Stylepark, über unsere Medienpartnerschaft und die Frage nach den Grenzen zwischen Kunst und Design. Thomas Wagner war lange Zeit Kulturredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wo er sich mit der Schnittstelle zwischen beiden Bereichen beschäftigte.
NRW-Forum: Zunächst möchte ich Sie bitten, sich vorzustellen. Was machen Sie, Herr Wagner, was macht Stylepark?
Thomas Wagner: Stylepark ist entstanden als Produktdatenbank im Internet, auf der High-End-Designfirmen sich und ihre Produkte präsentieren. Außerdem betreiben wir eine Internetplattform zu aktuellen Themen des Designs, aber auch zu kulturellen und zu Kunstthemen. Ich selber bin seit etwa anderthalb Jahren bei Stylepark unter anderem dafür zuständig, diese Plattform auf der redaktionellen Seite mit aufzubauen.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, Themen des Designs in die Öffentlichkeit zu bringen. Das geschieht zum einen dadurch, dass wir Produkte vorstellen oder man in unserer Datenbank nach bestimmten Produkten und Produktgruppen suchen kann. Wir beraten aber auch große Firmen, oft zusammen mit Designern, und haben nun auch eine Rubrik, die sich mit neuen Materialien befasst. Außerdem werden wir bald einen Bereich anbieten, der sich um Architektur dreht und um alle Dinge, die Architekten brauchen können. Und schließlich haben wir immer auch Events geplant. Da erinnert man sich vielleicht an die Möbelmesse in Köln. Dort gab es lange Jahre „Stylepark in Residenz“. Zuletzt gab es im vergangenen Jahr zum dritten Mal „The Design Annual“ zusammen mit der Messe Frankfurt als große Messe für avanciertes Design.
Sie sind sowohl Kunstkritiker als auch Designkritiker. Was ist für Sie das Spannende an Design?
Das ganz Wichtige für mich an Design ist, dass es im Unterschied zur Kunst nicht auf das Nutzlose setzt, sondern immer angehalten ist und sich immer in der prekären, aber auch spannenden Situation befindet, an der Schnittstelle zwischen Kunst und Ökonomie zu agieren. Sie können sich leicht vorstellen: Innerhalb eines Wirtschaftssystems wie dem unseren, das auf Verwertbarkeit setzt, ist Design als die „angewandte“ Form von Kunst natürlich ein Bereich, der in den letzten Jahren immer stärker in den Vordergrund gerückt ist. Daraus ergibt sich auch das Thema: Wie verhalten sich Kunst und Design zueinander? Die Frage hat mich seit vielen Jahren beschäftigt und wird mich auch weiter beschäftigen. weiter »

Jeff Koons: Monkey Train
Kürzlich berichteten wir von den Skatedecks, die der britische Künstlerstar Damien Hirst für das New Yorker Streetwear-Label Supreme gestaltete. Hirst steht mit seiner Edition nicht allein, die Firma hatte schon in der Vergangenheit immer wieder mit renommierten Künstlern zusammengearbeitet: Larry Clark, Raymond Pettibon, Richard Prince oder Jeff Koons sind nur einige der bekannten Namen. Anders aber als beispielsweise das Modelabel Louis Vuitton mit seinem Stephen-Sprouse-Skateboard (Edition von drei, je 8000 Dollar) achtet Supreme darauf, die Decks bezahlbar zu halten: Die Editionen von Hirst etwa kosteten im Laden (die kurze Zeit, die sie erhältlich waren) je 68 Dollar – das bezahlt man auch für gewöhnlichere Stücke von der Stange.
Nun werden einige der Künstler-Decks bei Phillips de Pury New York in der Saturday Auction versteigert. weiter »



