
Standard Edition, 1988, rostfreier Stahl, Messing, Bücher, Courtesy Sammlung Jörg Johnen, Berlin
Rodney Graham, geboren 1949 in Vancouver, arbeitet mit Installationen, Musik und Malerei – bevorzugt auch mit Film und Fotografie. In seinem Werk stecken humoristische, historische und psychologische Anspielungen, die Posen und Identitäten westlicher Kultur entlarven. Seine Arbeiten führen die Inszenierung von Ereignissen und Gegenständen oft so überdeutlich vor Augen, dass sie ins Absurde driften: Mit der tragikomischen Video-Endlosschleife »Vexation Island«, in der ein Pirat auf einer einsamen Insel von einer Kokosnuss getroffen wird, bespielte er 1997 den kanadischen Pavillon der Biennale in Venedig. Immer wieder setzt sich Graham mit den Theorien Sigmund Freuds über das Unbewusste auseinander. In seine Regalen, die an Donald Judds Minimal-Boxen erinnern, fügt er schon einmal Kinderbücher wie etwa »Dr. Seuss’ Sleep Book oder »If I ran the Circus« ein, mit denen er eine Brücke zu Freuds Traumdeutungen schlägt. (Text: Ingolf Kern)
Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:
U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

