Nach dem Interview, das das Design-Magazin Frame anlässlich unserer Ausstellung U.F.O. mit Richard Prince geführt hat, hier noch der Auszug aus einem weiteren Gespräch von Frame mit dem Münchner Designer Clemens Weisshaar über sein Verhältnis zur Kunst und zum Design:

Frame: The U.F.O. exhibition focuses on the question: Where does design end and art begin? Do you have an answer?
Clemens Weisshaar: I grew up in a country [Germany] where the separation of arts – Trennung der Künste – has been celebrated with almost religious bigotry. Today we can happily report that a lot of interaction, cross pollination and osmosis is occurring among the sometimes overlapping fields and subcategories that exist within art, architecture, design, fashion, sciences, etc. It is at the intersections of the various fields that some of the most interesting work is being produced.

Hier das vollständige Interview.


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Stax, Skate Study Houses, 2008

Stuhl erkannt? Ganz recht, es ist nicht nur das edle Walnussfurnier, dass einen bei diesem Entwurf des Designers Gil Le Bon De LaPointe an Möbel von Charles Eames denken lässt. Zusammen mit seinem Kompagnon Pierre Andre Senizergues hat De LaPointe den ikonischen Lounge Chair Wood des großen Designers nachempfunden. Und zwar mithilfe von Skateboarddecks.

Die Konzeptmöbellinie mit dem (lustig) klingenden Namen Skate Study Houses wurde 2008 erstmals vorgestellt. Die Referenz im Namen ist Programm: Wie in der Serie von Musterhäusern, die zwischen 1945 und 1966 im Großraum von Los Angeles durch einige der bekanntesten Architekten und Designer jener Zeit verwirklicht wurde, setzt man bei den Möbeln auf die klaren Formen der kalifornischen Nachkriegsmoderne – und verknüpft das Ganze mit den Wurzeln der designaffinen Skateboardkultur.

Und da es heute im Design um Nachhaltigkeit geht, werden die neuesten Entwürfe von De LaPointe aus Abfall hergestellt: Die Verschnittreste aus der Skatboardproduktion lassen sich hervorragend zu Regalen stapeln und zu Tischen kombinieren. Und das Schöne daran: Jedes Stück ist ein Original:

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Cobble Chair, Skate Study Houses, 2009

Weitere Bilder nach dem Sprung:

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Das Interiordesign-Magazin Frame hat anlässlich unserer Ausstellung U.F.O. ein Interview mit Richard Prince geführt und ihn zum Verhältnis von Design und Kunst befragt. Hier ein Auszug:

Frame: What do you think of design entering the art world?
Richard Prince: The next environment. Great art. Great books. Great furniture. Great house. I look at furniture in a completely different way now. For me, it has more of a future.

What kind of future is that?
There will always be beautiful objects – anything from a piece of jewellery, a sofa or a chair to the first issue of Mad magazine in a plastic case. Whether it lasts or not depends on the plastic case.

Das vollständige Interview gibt es hier.

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West, Franz

11.06. 2009
Kategorie: Künstlerlexikon
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Kodustuhl, 1999, Eisen, Holz, Schaumstoff, Leinen, Baumwolle, 88 x 46 x 54 cm, Courtesy Franz West und Galerie Eva Presenhuber, Zürich

Er hat die Grenze zwischen freier und angewandter Kunst früh eingerissen, um aus beidem etwas Neues entstehen zu lassen. Seine Möbel-Skulpturen machten den 1947 in Wien geborenen Künstler bekannt. Nicht immer sieht man seinen Sofas, Kommoden, Hockern oder Liegen an, daß sie aus der Recyclingwerkstatt des Franz West stammen. Der Österreicher legt es darauf an, daß seine Objekte benutzt und damit dem Körper angepasst werden. Das war auch beim Wiener Aktionismus nicht anders, dessen Tradition sich Franz West verpflichtet fühlt. Seine biomorphen Gebilde, besonders die auf den menschlichen Körper bezogenen »Passstücke«, zählen mittlerweile zu den wichtigsten bildhauerischen Arbeiten der Gegenwartskunst.

Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:

U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

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Wanders, Marcel

11.06. 2009
Kategorie: Künstlerlexikon
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Bella Brigitta 2007, Polyester, handbemalt, 150 x 176 cm, aus der Serie »personal editions«, Courtesy Marcel Wanders Studio, Amsterdam

Bei seinen Entwürfen, so Marcel Wanders, denke er oft an das Bild einer schlafenden Schönheit in einem rosenumwucherten Schloss, die nach hundert Jahren Schlaf plötzlich aufwacht und verwundert durch die von ihm geschaffenen Räume geht. Seine Interieurs sind eher Installation als Inneneinrichtung – sie sind fließend, floral, sinnlich, besitzen eine fast königliche Haltung und erinnern an komplexe Bühnenbilder oder an Stillleben alter holländischer Meister. Wanders, 1963 in Amsterdam geboren, ist Absolvent der Kunstakademie in Arnheim und durch und durch Humanist. Funktionalität und Reduktion haben für ihn kein Primat; er will der Seele schmeicheln. Wanders ist Mitbegründer und Artdirector des Möbelherstellers Moooi, betreibt in Amsterdam ein Designstudio und arbeitet unter anderem für Droog, Bisazza, Moroso, Puma und Apple. Seine Hoteldesigns für die Mondrian-Hotelgruppe sind legendär.

Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:

U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

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Steinbach, Haim

11.06. 2009
Kategorie: Künstlerlexikon
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Untitled (Daybed Coffin), 1989, Holz, Mies van der Rohe Liege »Barcelona«, 176,2 x 257,8 x 208,6 cm, Collection Fond régional d'art contemporain Bretagne

Mit dem Versuch, Alltagsobjekte als schillernde Ware zu präsentieren, wurde der Künstler Haim Steinbach bekannt. 1944 in Israel geboren, ging er nach dem Studium nach New York, um aus Staubsaugern, Sportbällen und Spielzeugbaggern Ausstellungsstücke zu machen. Steinbach bezieht sich in seinen Kompositionen bewusst auf Pop- und der Minimal Art, seine Arbeiten selber sind eher der Appropriation Art zuzurechnen. Sein Ziel ist es, den Betrachter als Konsumenten anzusprechen und »eine Reihe bedingter Reflexe« in ihm auszulösen. Dem Künstler, der bereits zweimal auf der documenta vertreten war und auch auf der Biennale in Venedig ausstellte, geht es in seinen anspielungsreichen Alltagsgegenständen um Fragen von Begierde, Besitz und Befriedigung. (Text: Ingolf Kern)

Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:

U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

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Sottsass, Ettore

11.06. 2009
Kategorie: Künstlerlexikon
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Altar: For the Sacrifice of My Solitude (Before it is Desecrated by the Deceit of Politics), 1969, Keramik, Courtesy The Gallery Mourmans, Lanaken

Seine knallrote Kofferschreibmaschine »Valentine« für Olivetti machte den italienischen Architekten und Designer Ettore Sottsass (1917–2007) Ende der sechziger Jahre mit einem Schlag berühmt und markierte denBeginn eines neuen Designverständnisses. Sottsass’ Entwürfe wandten sich gegen den repräsentativen Besitzcharakter der Gegenstände und den Funktionalismus. Sie setzten dem anonymen Stil der in den 70er Jahren vorherrschenden Moderne die Autorschaft im Design entgegen. 1980 gründete Sottsass sein eigenes Büro, 1981 dann die Memphis-Design-Gruppe, einen Zusammenschluss von Avantgarde-Designern wie Michele De Lucci, Andrea Branzi oder Matteo Thun. Memphis verkündete die Wende zum »emotionalen Design« und läutete die Postmoderne ein. Die Arbeit von Ettore Sottsass umfasst ein enormes Spektrum, angefangen bei Schmuck, Keramik, Glas- und Silberwaren über Möbel und Lichtdesign bis hin zu Büromaschinen und Bauwerken. Zu seinen Kunden zählten Poltronova, Knoll International, Sèvres, Olivetti oder Esprit. Er hat unter anderem das Haus Ernest Mourmans in Belgien, die Mayer-Schwartz-Galerie, das David-M.-Kelley-Haus in Kalifornien sowie den Malpensa-2000-Flughafen in der Nähe Mailands entworfen.

Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:

U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

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Zittel, Andrea

11.06. 2009
Kategorie: Künstlerlexikon
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A-Z Clocks, 1994, Wandinstallation mit 5 Uhren, 5-teilig, Prototype A-Z Dishless Dining Table, 1993, Holz, Metall, Farbe, Tisch Courtesy Sammlung Goetz

In ihrer Kunst geht es nicht nur um Objekte, sondern eigentlich um Lebensentwürfe. Die 1965 im kalifornischen Escondido geborene Künstlerin, die heute in Altadena und in New York arbeitet, sieht sich mit ihren Fragen nach der Ästhetik des Alltags in der Tradition des Bauhauses. Doch schert sie sich nicht um die Massenproduktion, sondern sucht nach ganz individuellen Konzepten. Weil sie ihre Wohnverhältnisse in New York einst als zu beengt empfand, entwarf Andrea Zittel ihre eigenen Möbel. Sie konstruierte kleine Organisationssysteme für’s Essen, Waschen und Schlafen, die auf ganz unterschiedliche Weise zusammengefügt werden können. Andrea Zittel möchte herausfinden, wie Lebensumfeld und Besitz einen Bewohner verändern. (Text: Ingolf Kern)

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U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

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Remy, Tejo

07.06. 2009
Kategorie: Künstlerlexikon

Chest of Drawers/You Can't Lay Down Your Memory, 1991, gebrauchte Schubladen, Ahornholz, Jute-Spanngurte, 110 x 120 x 70 cm, Courtesy Tejo Remy und Droog Design, Amsterdam

Chest of Drawers/You Can't Lay Down Your Memory, 1991, gebrauchte Schubladen, Ahornholz, Jute-Spanngurte, 110 x 120 x 70 cm, Courtesy Tejo Remy und Droog Design, Amsterdam

Tejo Remy, 1960 in Utrecht geboren, zählt zusammen mit Marcel Wanders und Hella Jongerius zu den ersten Mitgliedern von »Droog«, jenem legendären niederländischen Designerkollektiv, das mit seiner Gründung 1993 durch Gijs Bakker und Renny Ramakers das niederländische Design auf die internationale Landkarte des Gestaltens setzte. Remys Entwürfe wie die Kommode »Chest of Drawers« oder die »Milk bottle lamp« sind, ohne dass man sagen könnte, warum, irgendwie sehr niederländisch. Sie sind funktional, heiter, intelligent und scheinen sich selbst nicht so furchtbar ernst zu nehmen. Remy arbeitet als Produkt- und Interiordesigner in Utrecht. Er unterrichtet dort an der Hogeschool voor de Kunsten, der Hochschule, an der er selbst 1991 seinen Abschluss machte.

Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:

U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

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Sachs, Rolf

07.06. 2009
Kategorie: Künstlerlexikon
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One on Top of Another, 2008, Stuhl A: Urethan-Gussharz, Stuhl B: Silicon/Gummi-Guss, 81 x 41 x 42 cm je Stuhl, Edition von 7, Courtesy Rolf Sachs und Designer’s Gallery/Gabrielle Ammann, Köln

Rolf Sachs, 1955 in Lausanne als Sohn des Industrieerben und Fotografen Gunter Sachs geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften in London und San Francisco und verwaltete anschließend die Finanzen der Familie. 1983 entwirft er die ersten Möbel – für sein Apartment –, weil er auf dem Markt nichts fand, das ihm gefiel. Es folgen Aufträge von Freunden und 1987 die erste Ausstellung. Sachs, der von sich sagt, dass ihn Baumärkte ebenso faszinieren wie Kunstgalerien, ist der Meister des konzeptuellen Objektes. Das Erschaffen netter, gefälliger, süßer Dinge ist seine Sache nicht. Seine Entwürfe zeichnen sich durch einen virtuosen Umgang mit dem Material aus. Sachs’ Möbel und Objekte sind selten opulent, meistens minimalistisch und immer irgendwie seltsam, ein wenig verstörend und augenzwinkernd.

Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:

U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

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