
Kodustuhl, 1999, Eisen, Holz, Schaumstoff, Leinen, Baumwolle, 88 x 46 x 54 cm, Courtesy Franz West und Galerie Eva Presenhuber, Zürich
Er hat die Grenze zwischen freier und angewandter Kunst früh eingerissen, um aus beidem etwas Neues entstehen zu lassen. Seine Möbel-Skulpturen machten den 1947 in Wien geborenen Künstler bekannt. Nicht immer sieht man seinen Sofas, Kommoden, Hockern oder Liegen an, daß sie aus der Recyclingwerkstatt des Franz West stammen. Der Österreicher legt es darauf an, daß seine Objekte benutzt und damit dem Körper angepasst werden. Das war auch beim Wiener Aktionismus nicht anders, dessen Tradition sich Franz West verpflichtet fühlt. Seine biomorphen Gebilde, besonders die auf den menschlichen Körper bezogenen »Passstücke«, zählen mittlerweile zu den wichtigsten bildhauerischen Arbeiten der Gegenwartskunst.
Ausstellungen im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf:
U.F.O. – Grenzgänge zwischen Kunst und Design 23.05.2009–05.07.2009

