NRW-Forum Düsseldorf

Alex Majoli, Italiener, geb. 1971

Alex Majoli: Grenzübergang Ras Jedir. 3. März 2011. Gastarbeiter aus Libyen überqueren die Grenze zu Tunesien, darunter Ägypter, Bangladescher, Chinesen, Vietnamesen und Sudanesen. © Alex Majoli/Magnum Photos

Mit 15 fing Alex Majoli im F45-Studio in Ravenna an, wo er Seite an Seite mit Daniele Casadio arbeitete. Während seines Studiums an der Kunstakademie in Ravenna begann er, bei der Agentur Grazia Neri zu arbeiten, und fuhr nach Jugoslawien, um den Krieg zu dokumentieren. Er kehrte in den nächsten Jahren oft dorthin zurück und begleitete alle wichtigen Ereignisse in Kosovo und Albanien.

Majoli schloss die Kunstakademie 1991 ab. Drei Jahre später schuf er ein einfühlsames Bild von der Schließung eines Heims für Geisteskranke auf der griechischen Insel Leros. Das Projekt wurde Gegenstand seines ersten Buches mit dem Titel „Leros“.

1995 verbrachte Majoli mehrere Monate in Südamerika und fotografierte verschiedene Motive für sein neues persönliches Projekt „Requiem in Samba“. 1998 startete er das Projekt „Hotel Marinum“, eine Dokumentation des Lebens in Hafenstädten rund um den Globus, die als szenische Multimediashow aufgeführt werden sollte. Im gleichen Jahr begann er eine Serie aus Kurzfilmen und Dokumentationen.

2001 begleitete er den Niedergang des Talibanregimes in Afghanistan und zwei Jahre später den Einmarsch in Irak. Er dokumentiert bis heute die verschiedensten Konflikte überall auf der Welt für Newsweek, das New York Times Magazine, Granta und National Geographic.

Zusammen mit Thomas Dworzak, Paolo Pellegrin und Ilkka Uimonen veranstaltete Majoli 2004 die überaus erfolgreiche Ausstellung und Installation „Off Broadway“ in New York, die auch in Frankreich und Deutschland gezeigt wurde. Danach beteiligte er sich an einem Projekt für das französische Kulturministerium über den sozialen Wandel in Marseille mit dem Titel „BPS“ oder „Bio-Position System“. Ein jüngst abgeschlossenes Projekt, „Libera me“, ist eine Reflexion über das Menschsein.

Majoli wurde 1996 von Magnum Photos nominiert und ist seit 2001 Mitglied

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