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George Rodger, Brite, geb. 1908 – gest. 1995

George Rodger: London. Luftschutzwart telefoniert nach einem Bombenangriff in einer teilweise zertrümmerten Telefonzelle. Leben in London während des Blitzkriegs im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1940. 1940. © George Rodger/Magnum Photos

George Rodger wurde in Cheshire geboren und diente in der britischen Handelsflotte. Nach einem kurzen Aufenthalt in Amerika arbeitete er als Fotograf für das von der BBC herausgegebene Magazin The Listener. 1938 folgte ein kurzes Intermezzo bei der Agentur Black Star.

Durch seine Bilder vom Londoner Blitzkrieg wurde das Life Magazine auf ihn aufmerksam, und so wurde er Kriegsberichterstatter. Er wurde für seine Berichterstattung über die Arbeit der Forces françaises libres in Westafrika mit 18 Erinnerungsmedaillen ausgezeichnet. Außerdem dokumentierte er die Konflikte in Eritrea, Abessinien und der Libyschen Wüste. Er reiste nach Iran, Burma, Nordafrika, Sizilien und Salerno in Italien, wo er Robert Capa kennenlernte und sich mit ihm anfreundete.

Nachdem Rodger die Befreiung Frankreichs, Belgiens und Hollands dokumentiert hatte, betrat er im April 1945 als erster Fotograf das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Im Mai fotografierte er die Kapitulation in Lüneburg für Time und Life. Traumatisiert von der Erfahrung, in Mitten der Toten nach „schönen Kompositionen“ zu suchen, brach Rodger zu einer 45.000 km langen Reise durch ganz Afrika und den Nahen Osten auf, wobei er sich auf die Tierwelt, Riten und naturverbundene Lebensweisen konzentrierte.

1947 gründete er gemeinsam mit Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, David Seymour und William Vandivert die Fotoagentur Magnum. Auf seiner nächsten großen Tour durchquerte er Afrika von Kapstadt bis Kairo. Er schoss außergewöhnliche Bilder vom Nuba-Stamm in Kurdufan, die zum ersten Mal 1951 in National Geographic erschienen. Afrika blieb ihm über 30 Jahre lang ein besonderes Anliegen.

George Rodger starb nach einem äußerst erfolgreichen Arbeitsleben am 24. Juli 1995 in Kent.

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