Olafur Eliasson
Foto: Olafur Eliasson: Eye see you, Eine Leihgabe der Boros Collection
Das NRW-Forum Düsseldorf erstrahlt ab Mitte Januar 2010 im Lichte einer Dauerleihgaben einer Arbeit des international hoch gelobten Künstlers Olafur Eliasson: »Eye See You« wurde ursprünglich von Louis Vuitton in Auftrag gegeben und 2006 in 350 Schaufenstern weltweit ausgestellt. Die Arbeit, eine freistehende großen Lampe in der Form der Pupille eines Auges, erstrahlt in einem monochromatischen, gelben Licht, das dem Sonnenlicht sehr nahe kommt.
Die Arbeit steht in der zentralen Halle des NRW-Forum, so dass jeder Besucher beim Eintreten von ihr gefangen genommen wird. Eliassons Sonne wird großzügigerweise von dem Berliner Sammler Christian Boros für die kommenden Monate zur Verfügung gestellt. In einem umgebauten Hochbunker in Berlin-Mitte macht Christian Boros seine Sammlung öffentlich. Seit 1990 sammeln er und seine Frau zeitgenössische Kunst. Im Laufe der Zeit entstand eine Privatsammlung mit ca. 500 Arbeiten von Künstlern wie Damian Hirst, Olafur Eliasson, Elizabeth Peyton, Wolfgang Tillmans, Anselm Reyle, Manfred Pernice, Tobias Rehberger, John Bock, Wilhelm Sasnal und Michel Majerus. Zurzeit sind 57 Künstler mit umfangreichen Werkgruppen vertreten.
»Eye See You« handelt von Eliassons bevorzugtem Thema: der Natur und der Erfahrung, in diesem Falle der visuellen Wahrnehmung. Der Künstler versteht es ein breites Publikum zu begeistern. Über zwei Millionen Menschen sahen The weather project (2003/2004) in der Tate Modern in London und schlenderten durch einen Raum mit künstlicher Sonne und einem Himmel aus Spiegeln. Seine künstlichen Wasserfälle begeisterten die New Yorker. Die Wahrnehmung von Natur, Licht und Raum und das Nachdenken darüber sind die zentralen Punkte in Eliassons Werk.
»Seine Kunst hat aber auch durchaus kommerzielle Aspekte,« merkt Werner Lippert, Direktor des NRW-Forum Düsseldorf an, »seine Kooperationen mit Louis Vuitton oder mit BMW machen einen Künstler wie Olafur Eliasson für uns besonders interessant.«
Dies ist die dritte Installation im NRW-Forum die sich mit Licht- und Video-Kunst beschäftigt. Nach einer großen Videoarbeit vom »godfather« der Videokunst, Nam June Paik, und einem raumgreifenden Kronleuchter aus einem Neonröhren-Gewirr des Amerikaners Keith Sonnier.
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