Was macht eigentlich ... Hendrik Dorgathen?
Mutanten – Die deutschsprachige Comic Avantgarde. Unter diesem Titel präsentierte das NRW-Forum 1999/2000 13 deutschsprachige Comiczeichner. Was die ausstellenden Künstler einte, beschrieb Jens Balzer in der Berliner Zeitung so: “Ihre Teilnehmer begreifen den Comic nicht mehr nur als Abart der alten Bildergeschichten. Sie haben die comictypischen Zeichenparadoxien als reiches ästhetisches Arbeitsfeld erkannt.”
Hendrik Dorgathen bildete damals und heute mit seinem Werk die Sollbruchstelle zwischen Comic und Kunst. Viele feiern ihn dabei als deutschen Erfinder des Comics ohne Sprechblase. Seinen ersten Bucherfolg konnte er mit dem wegweisenden Comic „Space Dog“ (1993) verzeichnen und Mitte der Neunziger folgten die ersten Comicpreise.
Heute unterrichtet Hendrik Dorgathen an der Kunsthochschule Kassel und arbeitet als freier Künstler. Auf dem Comicfestival in Erlangen wurde sein Schaffen mit einer großen Werkschau geehrt. Sein “Space Dog” ist auf Polnisch und in 8 weiteren Ländern wieder auferstanden und mit „Slow“ sind bei „Edition Moderne“ seine neusten grafischen Novellen erschienen. Er arbeitet an zwei Buchprojekten mit ungewissem Ausgang. (Eins zeigen wir hier mit einen nächtlichen Snapshot seines Monitors), lernt Spanisch und baut mit meinen Kindern an einer Lego Stadt.
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