SEX NOW

5. September 2025 – 3. Mai 2026

Die Ausstellung SEX NOW ist nur für Besucher*innen ab 18 Jahren zugänglich. Sie zeigt künstlerische Arbeiten mit expliziten sexuellen Inhalten.

Mit Werken von Paul McCarthy, Peaches, Zheng Bo, Tom of Finland, Joëlle Dubois, Poulomi Basu, Miyo van Stenis, Antigoni Tsagkaropoulou, Martin de Crignis, Melody Melamed und vielen mehr

Pleun van Dijk Object of Desire Wall Piece Acrylic one fibre glass foam Foto Nahmlos

Sex kann Menschen verbinden, befreien, verletzen und kontrollieren. Mit der Ausstellung SEX NOW lädt das NRW-Forum Düsseldorf dazu ein, Lust, Körper und Begehren in all ihrer Komplexität zu entdecken. Von Latexmode, Möbeldesign, Fotografie und Medienkunst bis hin zu Puppen und Toys: In zehn thematischen Räumen mit rund 400 Objekten inszeniert die Schau einen intimen Dialog über Sexualität und Gesellschaft. Sie erzählt von erotischen Fantasien, queeren Perspektiven und neuen Realitäten – frei von Tabus und Stigmata. Begleitend zur Ausstellung startet das NRW-Forum einen eigenen OnlyFans Account, in dem exklusives Material und Einblicke hinter die Kulissen unzensiert geteilt werden.

Ein historischer Einstieg zeigt, wie sich Sexualmoral gewandelt hat: von tradierten Geschlechterrollen über die sexuelle Revolution der 68er bis hin zur heutigen #Sexpositivität. Dabei treffen ein Sexualkunde-Atlas von 1969 oder eine lila Latzhose als Symbol politischer Emanzipation auf Arbeiten wie Fleshie Fountain der Künstlerin Peaches – eine Installation aus Sextoys, die ursprünglich für männliche Selbstbefriedigung gedacht waren und nun patriarchale Machtverhältnisse unterlaufen.

Wie wird Sexualität in Medien und Gesellschaft dargestellt? Was bedeutet sexuelle Selbstbestimmung heute? Welche Rolle spielen Intimität, Körperbilder oder Konsens – und wie wirken sich digitale Technologien auf unser Begehren aus?

Interaktive Stationen laden dazu ein, eigene Erfahrungen, Vorstellungen und Mythen spielerisch zu hinterfragen. Das Sexoscope wirft humorvoll einen Blick in die Zukunft, ein Körperwissen-Kollektiv zeigt Genitalmodelle zum Auseinandernehmen, in der queeren #Fluffy Library verschlingt ein Plüschwesen feministische Geschichten – und macht daraus neues Wissen.

Tom of Finland, Untitled, 1978,© 1978 Tom of Finland Foundation Courtesy Galerie Judin, Berlin Photo: Highlevel, Berlin

Die Ausstellung öffnet Räume für persönliche, kulturelle und politische Fragen. Was bedeutet guter Sex? Wie sieht lustvolle Gleichberechtigung aus? Und wie können wir unsere Körper, Wünsche und Grenzen selbstbestimmt erkunden? In einem japanisch inspirierten Klangraum begegnen wir ASMR-Sounds, die sich zwischen Alltag und Erotik bewegen. In anderen Kapiteln geht es um Macht, Gewalt und Sichtbarkeit – etwa in Arbeiten zu #MeToo oder in feministischer Pornografie, die Stereotype hinterfragt und neue Bilder schafft. Unkonventionelle Vorlieben, Fetische, Sinnesreize – auch #Kinky wird in der Ausstellung thematisiert. Kleidungsstücke der Plattform TastySlips zeigen, wie stark Begehren an Geruch, Material oder Spuren des Alltags gebunden sein kann.

In #SexualWellness geht es um Selbstfürsorge, Selbstliebe und Entspannung – etwa durch Sex Toys, die mehr können als stimulieren: Sie erzählen auch von Technologiegeschichte und kulturellem Wandel. Hörspiele von femtasy sorgen hier für akustische Nähe. Virtuelle Beziehungen, Liebessimulatoren, KI-Sexpuppen: Wie verändert sich Sexualität im Zeitalter digitaler Technologien? In #Futuresex treffen wir auf genderfluide Avatare im Metaverse, aber auch auf alternative Visionen wie Pteridophilia, ein Video über zärtliche Begegnungen zwischen Menschen und Farnen.

SEX NOW präsentiert Künstlerinnen, Designerinnen und Aktivistinnen, die mit ihren Arbeiten zur sexuellen Emanzipation beitragen. Sie verhelfen Minderheiten zu mehr Sichtbarkeit und fungieren als Aufklärerinnen in einem Bereich, der trotz sexueller Revolution und Kommerzialisierung noch immer von Ungleichheit und Scham geprägt ist.

Begleitend zur Ausstellung starten wir einen eigenen OnlyFans-Account, auf dem wir unzensierte Einblicke hinter die Kulissen und ausgewählte Werke zeigen.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Alain Bieber (Künstlerischer Leiter des NRW-Forum Düsseldorf) und Judith Winterhager (Kuratorische Assistenz).

Veranstaltungen

Gefördert von

Das Wort PLAYBOY in schwarzen Großbuchstaben mit einem schwarzen Hasenlogo rechts daneben. Ein durchgehender roter horizontaler Balken, der auf weißem Hintergrund zentriert ist. Gelber Kreis mit dem Wort pjur in schwarzer Schrift; darunter in dunkelblauer Schrift Feel the Real. Das Wort NEONMONKI in leuchtend gelb-grüner Schrift, wobei das O durch ein Cartoon-Affengesicht ersetzt ist.