Willkommen im Paradies

27. August 2021 – 9. Januar 2022

Die Welt ist im Wandel: Zwischen globalen Katastrophen und rasantem technologischen Fortschritt erschaffen sich Menschen digitale Räume für Träume und Utopien. Was bedeutet es, in dieser neuen Welt ein Mensch zu sein und was, wenn die Traumlandschaft zum Albtraum wird?

Die Ausstellung Willkommen im Paradies ist ein immersiver, interaktiver Medienkunstparcours, der euch in fiktive Welten zwischen Utopie und Dystopie mitnimmt und dazu einlädt, euch auf ein künstlerisches Experiment und eine multisensorische Erfahrung einzulassen.

Noriyuki Suzuki: * 2019 Mixed Media Installation, Courtesy of the Artist © Noriyuki Suzuki
Christiane Peschek: EDEN screendreams, still
#willkommenimparadies #welcometoparadise

Willkommen im Paradies wird unterstützt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und entsteht im Rahmen des Projekts MARTA, unterstützt durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). MARTA ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Hochschule Düsseldorf, des Unternehmens für Medientechnik Tennagels, der Agentur Lavalabs und dem NRW-Forum Düsseldorf, bei dem weitere künstlerische und technologische Werke entstehen. Auch wurde die Ausstellung durch Mittel der Bezirksregierung gefördert.

Folgt einer transmedialen, narrativen Ausstellungsarchitektur, meistert Aufgaben und erlebt künstlerische Arbeiten zu neuen Formen der Spiritualität, digitalen Ritualen und der Frage nach der Körperlichkeit im Virtuellen.

Eine transformative Kunst- und Selbsterfahrung, bei der sich Fiktion, Wissenschaft, Kunst, Technologie, Emotionen und Fantasien treffen. Am Ende der Reise wartet das Paradies – oder nicht?

Die Ausstellung wird kuratiert von der Künstlerin und Kuratorin Vesela Stanoeva und Alain Bieber, künstlerischer Leiter des NRW-Forum Düsseldorf.

Unsere erste co-kuratierte Ausstellung

Ein Teil der Kunstwerke wurde über nextmuseum.io gefunden, einer digitalen, partizipativen Plattform zur Co-Kuration und Co-Kreation.

nextmuseum.io ist ein gemeinsames Projekt des NRW-Forum Düsseldorf und des Museums Ulm, gefördert im Fonds Digital im Programm Kultur Digital der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und unterstützt durch die Beisheim Stiftung.

Alle Kunstwerke, die während des Open Calls eingereicht wurden, könnt ihr euch hier ansehen.

Telegram

Nextmuseum.io hat eine Telegramgruppe eröffnet, auf der seit Juli 2020 eine offene Community über die Ausstellung und ihre Werke diskutiert und sich über (virtuelle) Paradiese austauscht.

App in der Ausstellung: Alpha von Fabien Prioville

Am Ende der Ausstellung erwartet euch die Videoinstallation Alpha des Künstlers Fabien Prioville. Teil der Arbeit ist eine spielerische Erkundung der gesamten Ausstellung. Ladet hierzu bitte die App herunter (Android oder Apple), folgt den Anweisungen und sammelt vier Teile eines QR-Codes an den mit kleinen schwarzen Quadraten markierten Stationen. Der zusammengesetzte QR-Code ist dasTicket für die Videoinstallation Alpha im hinteren Ausstellungsraum.

Art & Me Fotoworkshops

Wenn euch im Paradies die Inspiration gepackt hat, könnt ihr auch selbst kreativ werden: Unser Partner Canon veranstaltet eine Reihe von Foto-Workshops zu denen ihr euch hier anmelden könnt.

Get lost in Paradise: Videos, Bilder, Interviews und Hintergründe zur Ausstellung

Christiane Peschek: EDEN, Cover

Christiane Peschek spricht mit Popp, einer Plattform zur Erforschung moderner und zeitgenössischer Kunst, über ihre Arbeit EDEN. Das von ihr entworfene Smartphone Retreat kann man als performative Arbeit im digitalen Raum verstehen, schreibt Popp.

Hier geht's zum Interview

Und für alle, die es noch genauer wissen möchten; Das Buch zum Smartphone Retreat:

Christiane Peschek
EDEN Book
2020
110x194 mm
124 Seiten

Auch bei uns im Museumsshop erhältlich.

+++ Arbeitsprozesse +++

Tina Malburg und Emil Cyrill Gerhardt haben den Paradise Stream, einen paradisischen Wassfall für die Ausstellung realisiert. In Zusammenarbeit mit dem MIREVI Lab (Mixed Reality and Visualization), einem Forschungslabor der Hochschule Düsseldorf, reagiert dieser Wasserfall auf die Bewegungen der Besucher*innen.

Vesela Stanoeva ist nicht nur Kuratorin der Ausstellung, sondern zeigt auch das Werk Sun Within. Hier geht es um das Erforschen des Paradieses – aber nicht als Ort, sondern als Bewusstseinszustand des Friedens und der Harmonie. Ihre hybriden Installationen vermischen virtuelle Realitäten mit körperlicher Erfahrung.

Unten seht ihr Bilder aus den Entstehungsprozessen.

MIREVI: Paradise stream
MIREVI Paradise stream, Oslo
Vesela Stanoeva Sun Within Vesela Stanoeva: Sun Within
Vesela Stanoeva: Sun Within

Mit ihren Kunstmaschinerien, die aus Gerüststangen, Lautsprechern, Leuchtdioden, Spiegeln, Motoren und Elektronik bestehen, entwerfen die RaumZeitPiraten ortsspezifische Mixed-Media-Installationen, die alternative Welten zum Verhältnis von Mensch und Maschine erschaffen. Seht Euch ihre Arbeit hier im Livestream an.

+++ Quarantine Daze Composer +++

Für den nächsten Lockdown oder als Pause zum Home Office: Das Lockdown Survival Spiel Quarantine Daze Composer von Barbara Herold. Ein abstraktes Labyrinth aus Pixeln: einfach loslegen und den Gipfel erklimmen.

Quarantine Daze Composer ist ein online JumpnRun-Game und kann nur auf Rechnern mit Tastatur gespielt werden (nicht für mobile Geräte).

Hier geht es direkt zum Spiel

Between the Clouds
A.A Murakami

Das Künstlerduo Alexander Groves und Azusa Murakami hat mit der Arbeit „Between the Clouds“ eine Installation geschaffen, die duftende Nebelringe produziert; ein künstlicher Garten Eden breitet sich im Ausstellungsraum aus. A.A Murakami sind auch als Studio Swine für ihre interdisziplinäre Arbeit zwischen Kunst, Architektur und Wissenschaft bekannt. Wir zeigen Einblicke aus ihrer Recherche und Forschung zur Entstehung der Arbeit.

A.A. Murakami Courtesy the Artists
A.A. Murakami Courtesy the Artists
Showmeyourparadise

#showmeyourparadise

Im Vorfeld der Ausstellung haben Künstler*innen im Rahmen der IGTV-Interviewreihe #showmeyourparadise auf Instagram ihre ganz persönlichen Eindrücke vom Paradies geteilt. Einmal im Montat ging es es auf einen virtuellen Trip, durch Künstlerateliers, Tokyos Gärten oder entlang der Themse. In Kurzinterviews erfahrt ihr mehr über die Arbeitsweise der Künstler*innen und ihren Alltag während des Lockdowns.

Schaut euch die Folgen an auf Instagram.

Scentcommunication hat einen Duft zur Ausstellung entwickelt. Das Unternehmen setzt sich mit Düften und Aromen auseinander, über die man seine Umwelt erkennt und bewertet; Dinge, Räume und Menschen sind oft mit einer einzigartigen Duftwahrnehmung verknüpft.

Den Raumduft zur Ausstellung bekommt ihr auch in unserem Shop.

Charlotte Triebus
Spheres
Installative Performance
2018-2021

In der Ausstellung wird auch getanzt - und zwar mit künstlich intelligenten Kugeln. Hier gibt es ein paar Eindrücke aus den Proben.

Martin Backes
Kinetic Walkers


Martin Backes ist in der Ausstellung mit der Arbeit "What do I know? I am just a machine!" zu sehen. Oben zeigen wir eine weitere Arbeit des Künstlers, Regisseurs und Hackers, die sich auch mit der Mensch-Maschine-Beziehung beschäftigt.

Idea, Concept and Design: Martin Backes
Production: Studio Martin Backes in collaboration with Theater Bielefeld
Development and Programming Robot Units: Michael Ang, Martin Backes
Client: Theater Bielefeld / Tanz Bielefeld
Supported by the Ministry of Culture and Science of North Rhine-Westphalia in cooperation with the NRW KULTURsekretariat

+++ Reading Room +++

Eine Sammlung spannender Artikel zu den Themen der Ausstellung. Es geht um Virtuelles, Posthumanes, Weltenordnungen, Mensch-Maschinen und vieles mehr.

Christiane Peschek: EDEN

Logo des Minsteriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Hauspartner*innen